Tag 16: Iga Ninja Museum – viel Kitsch, aber trotzdem einen Besuch wert

Zuerst will ich kurz etwas zu den Ninja Museen in Japan sagen. Man liest in Foren oder Chat´s häufig das man dies oder jenes in Museen gesehen hätte, aber oft wird nicht gesagt welches Museum es war. Deswegen hier erstmal eine kleine Auflistung der mir bekannten Ninja Museen und jeweils eine kleine Beschreibung.

1. Das Iga Ninja House
117-13-1 Ueno Marunouchi,
Iga-shi, Mie-ken
Durch seine international reisende und recht bekannte Showtruppe am bekanntesten. Viele der Exponate stehen in dem Ruf historische orginale zu sein und wurden von Fujita Seiko zusammengetragen.

2. Togakure Ninja Shiryokan
381-4101 Togakushi-mura,
Kimiminochi-gun Nagano-ken
Kurz unterhalb des Gipfels von Togakushiyama ca. 5 Minuten Fussmarsch vom bekannten Togakushi Hōkōsha Schreins. Ausgestattet mit vielen Bildern und Exponaten die von Masaaki Hatsumi zusammengetragen wurden. Neben dem Museeum gibt es noch einen Kletter und Hindernisparkour.

3. Kōka no Sato Ninjutsumura
520-3405 Präfektur Shiga,
Koka-cho, Oki 394
Nicht nur ein Museum sondern ein ganzes Dorf, mit besichtigbaren Geheimgängen und ähnlichem.

Wir waren in Iga Ueno und das Museeum ist wie gesagt rechts neben der Burg im selben Park. Es besteht aus dem ,,Ninjahaus´´ einem Haus das mit allerlei geheimverstecken und extras versehen ist, zwei relativ großen Ausstellungshallen und der Iganinja Show.
Bis auf die Show ist alles im Preis von 400Yen inbegriffen, die Show selber kostet nocheinmal 300Yen extra.

Vor dem Eingang findet man mehrere Minischreine, die es in Iga an jeder Ecke zu geben scheint.
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Auch der Haiseiden ein bekannter Pavillion der dem Haiku Meister Matsuo Bashō gewitmet ist ist direkt im Vorgarten des Museums. Bashô stammte aus Iga und ihm wurden mehrere Gedenkstätten in Iga gewidmet.
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Von außen schaut das Haus wie vile traditonelle Häuser in Japan aus. Wäre nicht das Kassenhäuschen und die Schilder die auf das ,,Iga Ninja House´´ verweisen, würde man denken es wäre ein ganz normales Wohnhaus mit Garten.
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Nachdem man eine Karte gekauft hat beginnt das Museum mit einer kurzen 10-15 Minütigen Führung durch das Haus. Leider konnte ich dort wegen den lichtverhältnissen keine ordentlichen Bilder machen deswegen hier nur ein kurzer Abriss davon.
Man wird in einen Vorraum geführt in dem man die Straßenschuhe ablegt. Anschließend geht es in den großen Wohnraum. Dort wird kurz was zur Geschichte der iga Ninja erzählt und anschließend geht der Intressante Teil los.
Als erstes wurde eine Wand gezeigt die sich durch druck in eine Drehtür verwandelt. Mit ein bischen Übung kann man quasi durch die Wand rennen und verschwinden.
Man durfte das selber ausprobieren und es ist eigentlich ganz simpel. Man rennt durch die Drehtüre bleibt dahinter Stehen und fängt die Drehtüre auf so das sie wieder bündig mit der Wand abschließt.
von innen kann man sie auch so verkeilen das die Wand nurnoch eine Wand ist.

Als nächstes wurde ein Wandschrank gezeigt in dem ein Regal war.
Schlägt man von unten gegen das Regal klappt dieses herunter und wird zu einer Treppe die gleichzeitig die Luke zu einem kleinen Dachspeicher öffnet.
Von diesem aus kann man durch Textile Wände den Wohnraum beobachten. Das Prinzip ist einfach.
Ist der Wohnraum beleuchtet kann man aus diesen nicht in den Speicher blicken aber andersherum schon.

Weiter ging es mit einer weieren drehtüre die in einen ausgehhölten Eckpfosten des Hauses führt. Von außen wirkt er nicht gerade groß und als köne man sich drinen kaum bewegen, aber durch die geschickte architektur haben zwei Männer in ihm Platz und können durch geschickt getarnte Sehschlitze die Terasse die zum garten hin führt beobachten.

Anschließend gab es noch eine Schibetür in der eine Falltür versteckt war durch die man unter das Haus kommt. Ist die schiebetür geschlossen ist die Falltüre veriegelt, aber ist sie geöfnet kann sie mit einem Handgriff geöffnet werden.

Als letztes gab es noch ein Waffenversteck das unter einer losen Diele angebracht war. Intressant war hierbei das die Diele sich nicht von den anderen unterschied und auch nicht locker zu sein schien. Drückt man aber das eine, der Wand nähere Ende klappt die ganze Diele wie eine Wippe hoch und offenbart das Versteck.

Anschließend geht es in den Keller in dem die Ninja Ausstellungshalle ist.
Die meisten Dinge dort unten sind Exponate die von Fujita Seiko zusammengetragen worden sind. Dieser nannte sich zu Lebzeiten selbst den letzten Koka Ninja (warum seine Sachen in Iga und nicht Koka sind weis ich nicht).
Lustig ist das alle Dinge entweder Shinobi oder Ninja im Namen tragen. Auch so normale Dinge Wie ein transportabler Kerzenständer werden hier zum Ninjakerzenständer.
Eigentlich unnötig, dabei ist die Ausstellung an sich sehr intressant. Umfasst viele Waffen und Werkzeuge, Kleidungen und leichte Rüstungen
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Besonders erwhnen möchte ich das folgende Schwert:
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Es stellt eines von zwei Schwertern da die als historische Ninjaschwerter bezeichnet werden. Oft wird es als Ninjatô bezeichnet, im Museum stand Shinobi Gatana auf dem Schild (die Bedeutung ist quasi die selbe).
Nun die Waffe ist aber ansich nur ein Ôwakizashi oder Chisagatana. Es hat keine besondern Extras, es hat keine gerade Klinge (ok die Sori ist fast nicht existent, aber auch eine leichte Sori ist eine Sori) und auch von der Montierung her gibt es nichts was großartig besonders wäre. Es ist schlicht und einfach ein relativ kurzes Katana mit sehr einfacher Montierung.

Nach dem Ausstellungsraum gelangt man wieder ins freie und steht nun vor der Ninja History Hall. Diese beschäftigt sich mehr mit dem Klische Ninja, will dies ändern, aber ersetzt nur das eine Klische mit einem anderen. Sehenswert ist es trotzdem, aber eben nicht historisch akurat oder frei von Mythen und Legenden.
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IMAG0656 Hier sieht man ein sehr schönes Modell eines Ninjadorfes. Allerdings, wie schon im Bericht vorher erwähnt waren solche ,,wehrhaften´´ Dörfer für auf dem land lebende Krieger nichts aussergewöhnliches. Also auch wieder nichts Ninjaspezifisches.

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Nach dieser Halle haben wir erstmal im Suppenlokal direkt neben dem Museum gegessen, da die Ninjashow erst später lsogehen sollte. Das Lokal schaut von außen recht wenig einladend aus, aber das Essen und die Bedienung ist top. Es gibt Udon und Soba, mit verschiedenen Beilagen entweder heiß oder kalt zubereitet. Und das ganze in großen portionen für kleines Geld.
Ich hatte Soba mit Rindfleisch und Ei und das war eine der besten Nudelsuppen die ich je gegessen habe.

Die Ninjashow kostet wie gesagt extra, was aber nicht schlimm ist, da sie ihr geld schon wert ist. Das gezeigte Programm wird laufend gewechselt, so das man immer was neues sieht, egal wie oft man die Show besucht.
Wir wurden am Eingang gefragt ob wir Englisch verstehen und ab da wurde die ganze vorführung auf Japanisch und Englisch geführt. Gezeigt wurden Akrobatik einlagen, der Umgang mit Nunchaku und Kama sowie alle möglichen Formen von Shuriken, von Boshuriken (Wurfpfeile) über Shaken (Wurfsterne) hin zu ganzen kama die geworfen wurde.
Abschließend wurde noch etwas mit dem Blasroh demonstriert und man konnte selber Wurfsterne werfen und Preise gewinnen.
Leider war Filmen wärend der vorführung verboten, deswegen hier nur ein paar Bilder der Bühne.
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Das gezeigte war ganz klar auf Show ausgelegt und hat nichts oder nur wenig mit Kampfkunst zu tun, aber es war trotzdem sehr intressant.

Anschließend gingen wir zurück zum Hotel, wo wir unser Gepäck abhohlten und machten uns auf nach Kusatsu einer kleinen Stadt am Biwa See. Diese liegt nur 20 Minuten von Kyoto entfernt und die Hotels sind dort um einiges günstiger als in Kyoto. Eigentlich wäre die Region selber schon einen Besuch wert gewessen, aber diesmal sind wir nur da gewessen um unsere Homebase für die große Kyoto Tempel Tour zu errichten.

Gewohnt haben wir im Urban Hotel Kusatsu.
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Das Zimmer war recht geräumig und sauber.
Ich weis das sag ich jedes mal, aber entweder ich hab unheimliches Glück mit den Hotels gehabt, oder es ist in Japan einfach normal das Hotelzimmer in Buisnesshotels immer geräumig, sauber und erschwinglich sind.

Lg
Micha

Tag 16: Iga Ueno und die weiße Phönix Burg

Iga Ueno ist an sich eine recht typische japanische Kleinstadt. Es gibt nur zwei sachen die sie besonders machen und das ist zum einen die geografische Lage in einem Talkessel hoch in den Bergen und zum anderen die allgegenwertige Präsenz von Ninjakitsch.

Iga ist neben Koka eine von den bekanntesten Ninjahochburgen des alten Japans. Zumindest wird es so meist in Filmen und Romanen dargestellt. Und nahezu der gesamte Tourismus baut auf diesen Klisches auf.
So gibt es eigentlich in jedem Geschäft auch Wurfsterne (aus Gummi oder Metal) sowie anderen Ninja kram zu kaufen. Selbst die Gullideckel (die in Japan meist ein reginales Motiv haben) sind mit verschiedenen Ninja motiven versehen.
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In den Filmen und Romanen wird immer gezeigt das Ninja in sektenähnlichen Kommunen zusammenleben, offen sich als Landwirte, Forstwirte und Viehzüchter verdingen und verdeckt ihre Kinder zu Attentätern ausbilden. Das ganze ohne Lehnstreue oder sonstiges weil die Dörfer ja so unbekannt und gut versteckt sein und durch die geografische Lage schwer zu erschliesen sind.

Nunja aber wie war es wirklich?
Ersteinmal muss man sagen, ja Iga ist schwer zu erreichen, es liegt in mitten dicht bewalteter Berge und selbst mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unserer Zeit dauert es eine Weile in den Talkessel zu gelangen. Aber das trifft auch auf viele andere Städte auf der Welt zu die trotzdem Schauplätze von eroberungen und Schlachten wurden.
Und das Gebiet um Iga Ueno ist mit knapp 560km² auch nicht klein oder einfach zu verstecken.
Der Talkessel ist einfach riesig und würde jedem der in den Bergen wandert auffallen. Und zu uter letzt wohnen heute knapp 100.000 menschen in Iga Ueno.

Was aber stimmt. In den früheren Zeiten gab es in Iga Kriegerkasten die den gōshi 郷士, den Landsamurai nicht unähnlich waren. Sprich es waren sehr wohl Krieger, die aber eben auch einem Erwerb in der Land oder Forstwirtschaft oder der Viehzucht nach kamen. Auch waren die Dörfer damals tatsächlich mit allerhand versteckten Gängen usw ausgestattet. Aber auch das war in ganz Japan in ländlichen Gebieten nicht aussergewöhnlich.
Schon allein als Schutz vor Banditen bietet es sich an Waffen versteckt aber griffbereit aufzubewahren und sich flucht und verbindungswege offen zu halten.

Der Mythos mit den Ninja aus Iga kommt warscheinlich daher das die Krieger aus Iga in dem Ruf standen nicht nur Söldner zu sein, sondern auch unkonventionele Aufgaben wie Spionage oder Attentate anzunehmen. Allerdings findet sich in keinem alten Text dazu die Worte Ninja oder Shinobi wieder.
Diesbezüglich habe ich mich eine Weile mit einem in Iga wohnenden Volkskundlerunterhalten der seit fast 30 jahren den Mythos Ninja untersucht. Laut ihm tauchen diese Wort erst in der späten Edo Periode in Romanen auf, voher findet man nur Ninjutsu (wörtlich die kunst verborgen zu bleiben) was trotz des selben Wortstammes wie Ninja nicht in einen direkten Bezug gesetzt werden darf.

Seit ende des 16. Jahrhunderst steht in Iga auch eine Burg die ein markanter Sitz der Regierung sein sollte. Die Hakuhô Jô (weiße Phönix Burg) galt lange als die höchste Burg Japans, verlor aber mit dem ,,Frieden´´ der Edo Periode an bedeutung, wurde wenig in Stand gehalten und so stürzte der Hauptturm schon 1612 durch starke Winde ein.
1935 wurde sie wieder neu errichtet und steht seit dem gut gepflegt vom ganzen Talkessel aus sichtbar im herzen des selbigen.
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Die Burg steht wiederum in einer größeren Festung die einen schönen großen Park beinhaltet in dem auch das Ninjamuseum zu finden ist (komme ich später drauf)
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In den Park kann man einfach so rein, aber die besichtigung der Burg kostet aber 500Yen. in dieser ist auch ein kleines aber reichhaltiges Museum zu finden. Dort werden allerlei Waffen, Kleidungsstücke, Rüstungen, Sänten aber auch Kunstgegenstände und Bruchstücke des Orginal Turms ausgestellt.
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Anschließend ging es weiter zum Iga Ninja Museum, für das ich aber einen extra Beitrag verfasse.

Lg
Micha

Tag 15: Zenkoji und auf nach Iga

Nach einer Nacht mit sehr gutem Schlaf im Ryokan besuchten wir noch den Zenkoji Tempe in Nagano. Dies ist einer der ältesten und bekanntesten buddhistischen Tempel in Japan.
Vom Ryokan aus ist er nicht einmal 5 Minuten Fussweg durch eine Einkaufspassage entfernt.
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Anschließend liefen wir zurück zum Bahnhof und kamen noch an diesem kleinen Denkmal vorbei, das daran erinnert das Nagano der Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1998 war.
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Dann ging es weiter nach Iga. Hier muss schonmal gesagt werden das man aufpassen muss wohin man will. Die Iga Station liegt irgendwo auf Kyûshû, das Ninaja Iga allerdings zwischen Kyôto und Nagoya. Die richtige Station die man suchen muss heist Iga Ueno.
Dorhin fährt man von Nagano aus mit einem Limited Express, dem Shinano nach Nagoya und steigt dann in die Bummelbahn nach Kameyama um. Von dort nimmt man eine weitere, noch ältere, Bummelbahn nach Iga Ueno.
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Von der Station aus kann man mit einer kleinen S Bahn bis ins Zentrum der Kleinstadt Iga fahren. Da ich diese aber übersehen habe sind wir die 3 Kilometer mit Marschgepäck gelaufen.

Den letzten Kilometer nahmen wir dann doch noch die S Bahn, da wir quasi über sie gestolpert sind. von da aus liefen wir schon wieder an einem Schrein vorbei, dem Ueno Tenjingu Schrein. Dieser hat irgendwas mit der Viehzucht in der Region zu tun. Die Rinderzucht hat in der Region große Tradition und so ist nach dem Weltbekannten Kobe Rindfleisch auch das Iga Rindfleisch sehr gefragt.
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Anschließend liefen wir die Staße entlang zum Ueno City Hotel, das der Greenhotel Kette angehört. Dabei merkt man stark das Iga Ueno eine sehr kleine Stadt ist.
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Das Hotel war sehr gut, das Zimmer war geräumig und sauber, und das Personal absolut zuvorkommend.
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Abends gönnten wir uns noch im hauseigenen Restaurant ein Shabushabu (japanisches Brühe Fondue) mit Iga Beef.

Lg
Micha

Tag 14: Chuokan Shimizuya Ryokan (中央館 清水屋旅館) – Das geilste Hotel der Welt

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Als wir wieder unten im Tal an der Nagano Station waren hohlten wir dort unser Gepäck aus den Coinlocker und fragten nach welcher Bus zu dem Ryokan fährt. Diesen nnahmen wird dann und waren nur 5-6 Minuten später an der genannten Haltestelle.
Noch wärend wir uns nach dem Aussteigen orientierten, rannte schon eine ältere Frau mit einem Zettel auf uns zu und schrie dabei ,,excuse me, Michael May? reservation vor Ryokan?´´.
Bis jetzt wissen wir nicht ob die Frau den ganzen Nachmittag auf uns gewartet hat oder ob sie von dem Personal am Busbahnhof angerufen wurde.
Aufjedenfall ist das Chuokan Shimizuya Ryokan absolut empfehlenswert. Es ist mit 12.600 Yen pro Nacht für 3 Personen erstens spot günstig für ein Ryokan, zum anderen ist es absolut traumhaft eingerichtet und strotzt nur so vor Ausstattung.
So hat man nicht nur ein sehr großes, voll klimatisiertes und geräumiges Zimmer, sondern kann den Haus eigenen Onsen nutzen.
Ebenso ist Gratis Internet (meist LAN) in Japanischen Hotels fast schon Standart, aber ein unverschlüsseltes Wifi mit dem man auch noch im Supermarkt um die Ecke Internet hat ist schon etwas besonderes.

Das Hotel verfügt auch noch über einen Speisesaal in dem man traditionelle japanische Kost bekommt und einen Massagesaloon. Beides haben wir aber nicht in Anspruch genommen.

Einzige Minuspunkte sind das man kein Bad auf dem Zimmer hat und man um 23 Uhr nachtruhe zu halten hat. Das sind aber auch normale Sitten in einem Ryokan und deswegen eigentlich keine echten Minuspunkte, es sollte nur vorher erwähnt werden.

Das Hotel wird von einem älteren Ehepaar betrieben, die relativ gut Englisch können und eine unheimliche Freundlichkeit (sogar für Japaner) an den Tag legen.

Hier noch die Kontaktdaten des Hotels und ein paar Bilder.
Adresse:
Daimon 49
Nagano, 380-0841
Japan
大門町49 (長野市, 380-0841 )
Telefon:
+81262322580
E-Mail-Adresse:
Shimizuya.ryokan@gmail.com

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Lg
Micha

Tag 14: Togakushi – eine Wanderung im Schnee

Warum Togakushi?
Nunja zum einen kommt die Togakure Ryû aus diesem Bergdorf in der nähe von Nagano, und deswegen hat auch unser Sôke Masaaki Hatsumi dort sein Museum das Budô und vorallem Ninja Sachen ausstellt.
Will man von Tokyo aus dahin fährt man ca. eine Stunde mit dem Shinkansen Asama von Tokyo nach Nagano, und fährt dann noch einmal eine gute Stunde mit dem Bus den Berg hoch.IMAG0470

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Zum anderen gibt es da 3 Schreine die man sich mal anschauen sollte. Da wäre zum einen der Hōkōsha (宝光社, niederer Schrein) und der Chūsha (中社, mittlerer Schrein) die beide noch sehr einfach zu erreichen sind. IMAG0483

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An diesen hatten unten ein paar Künstler den Schnee gestalltet.IMAG0481
Der Schnee liegt da oben auch echt hoch, durchschnittlich 1-2 Meter, an manchen Stellen sogar bis zu 3 Meter. Deswegen hat eigentlich jeder Haushalt seine eigene Schneefräse.IMAG0487

Der 3. Schrein ist der Okusha (奥社, oberer Schrein) und der ist sehr abseits gelegen.IMAG0495 Man muss vom Chûsha aus ca. 1-2 km laufen zur Zufahrt (Bus fährt auch einmal die Stunde) und von da an geht es ca.3 Km durch einen Allee die aus ca. 900 Jahre alten Zedern besteht. Nach rund 2 Km kommt man zu einem Zuishinmon (Wächtertor) und von da aus geht es noch ca. 1-2 km den Berg hoch zum eigentlichen Schrein. Dieser war aber fast gänzlich eingescheit, Michi hat aber Bilder gemacht die ich bei Gelegenheit noch nachreichen werde.IMAG0496

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Anschließend sind wir wieder zurück zur Busahltestelle gelaufen, bzw. haben uns ab ca. der hälfte von einem sehr freundlichen Waldarbeiter mitnehmen lassen. Den die Busse stellen abends den Fahrbetrieb ein, und dann sitzt man gegebenenfalls am Berg fest wenn man den letzten verpasst hat.

Eigentlich wollten wir auch noch in das besagte Ninja Museum, aber dies hat wärend der Ski Session geschlossen, da ein großer Teil des Museeums außen ist und aus einem Kletterpark besteht. Also sollte man sich zwischen Winterwunderland und Ninjamuseeum entscheiden wenn man eine Reise dorthin plant.

So fuhren wir also wieder mit dem Bus ins Tal, wo wir uns in einem Ryôkan (traditionelles japanisches Hotel) eingemietet haben. Dazu aber später mehr.

Lg
Micha

Tag 13: Tôkyô Ayase Budôkan und *trommelwirbel* neuer Shidôshi im Dôjô

Wir sind mit über 1,5 Stunden viel zu früh am Budôkan angekommen, was aber nicht schlimm war, da wir uns dieses dan erstmal ausgiebig ansehen konnten und uns in aller ruhe umziehen und aufwärmen konnten.
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Das Budôkan ist absolut Klasse, es hat 2 kleine und ein großes Dojo, sowie eine Bogenbahn für die nahe und eine für weite Distanz. Dort konnten wir auch einen Kyudôka der einen Shômen Stil betrieb beim Training zusehen.

Das Hatsumi training war ziemlisch schnell und hektisch, hatte aber sehr Spass gemacht. Anschließend hat Duncan Steward noch gefragt ob jemand den Sakki Test zum Godan machen möchte. Darauf meldeten sich 2 Leute und einer davon war unser Michi.
Der erste bestand leider nicht, aber Michi rollte beim 2. Versuch, knapp aber souverän, weg und somit haben wir einen neuen Shidôshi in der Wakagi Familie :)
Herzlichen Glückwunsch nocheinmal an Michi.

Lg
Micha

Tag 13: Micha, Michi, Micha, Ulrike Michael und Dino auf Tour durch Kudanshita

Wir sind morgens recht zeitig los und nach dem wir uns kurz verfahren haben, waren wir ca. 9:50 an der Kudanshita Metro Station wo wir uns mit Micha getroffen haben.
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IMAG0464Dieser zeigte uns dann erst den Yasukuni Schrein und das daran angrenzende Museum Yūshūkan.
Über dieses möchte ich nicht zuviele Worte verlieren, daher zitiere ich Ausnahmsweise mal Wikipedia:

Das Museum Yūshūkan wurde 1882 eröffnet und 2002 erweitert.[23] In diesem wird die japanische Geschichte verklärt und ein Ideal des Samurai als loyalem Diener nach der Philosophie des Bushidō gefeiert, das mit einem neutralen Geschichtsbild nichts zu tun hat. So wird Oda Nobunaga als kaisertreuer Reichseiniger dargestellt – Letzteres kann man ihm anrechnen, Ersteres war er weniger. Auch der Zweite Weltkrieg wird im Sinne der konservativen Revisionisten verklärt: der Große Ostasiatische Krieg wird nicht als Invasions-, Aggressions- oder Angriffskrieg bezeichnet, sondern als heiliger Krieg dargestellt, der das Ziel hatte, Asien vom westlichen Kolonialismus zu „befreien“. Auch das Massaker von Nanking wird im Museum verharmlost, was in der Formulierung gipfelt, dass „durch die Einnahme der Stadt der Frieden nach Nanking zurückkam.“ Die Aussage ist in makabrer Weise einer Tageszeitung vom Dezember 1937 entnommen, die in der Ausstellung gezeigt wird. Das Leiden der japanischen Gefangenen (gerade in russischen Lagern) wird dargestellt, nicht aber das Leiden unterdrückter Koreaner und Chinesen.

Im Museum werden auch Waffen, die von den „Heiligen des Schreins mit Liebe und Sorgfalt gepflegt und benutzt werden“, zur Schau gestellt. Die Sammlung reicht von alten Katana und Rüstungen bis hin zu Ausrüstungsgegenständen und Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg, wie einem Kampfflugzeug (Mitsubishi A6M), einer für Selbstmordeinsätze vorgesehenen bemannten Gleitbombe (Yokosuka MXY-7) und Artilleriegeschützen.

Im Museum wird das Selbstopfer für Kaiser und Vaterland als sakrales Opfer dargestellt. Der Tenor des Museums, wie überhaupt der gesamten Schreinanlage, kommt auf einer anlässlich des 40. Jahrestages des Angriffs auf Pearl Harbor enthüllten Bronzetafel zum Ausdruck: „Fast sechstausend Männer starben bei Selbstmordangriffen, deren tragischer Heldenmut kein Beispiel kennt und der die Herzen unserer Feinde vor Angst erstarren ließ. Die ganze Nation hat angesichts ihrer unerschütterlichen Treue und ihrer Selbstaufopferung Tränen der Dankbarkeit vergossen.“

Für westliche Touristen bietet das Museum die Erklärungstexte auch in englischer Sprache. Diese Erklärungen beschönigen den Inhalt in keiner Weise, sondern sind teilweise noch provozierender verfasst als die japanischen Originaltexte.

Anschließend waren wir im Budôshop Sakuraya, der relativ klein ist, aber eine sehr große und gute Auswahl an Budô Waffen und Ausrüstung führt.
Weiter ging es durch die Büchermeile, wo quasi jeder von uns das ein oder andere Schnäpchen entdeckt hatte.

Zum Lunch waren wir dann in einem Günstigen Tempuraya und danach miste Micha schon wieder weiter nach Kawasaki in sein Training.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWir sind dann weiter nach Asakusa wo wir uns den Tempel nocheinmal bei Tageslicht angesehen haben und kräftig shopen waren. Der Skytree war auch nocheinmal sehr gut zu sehen:IMAG0466

Anschließend sind wir weiter Nach Ayase, wo Hatsumi Training gehalten hat.

LG
Micha

Tag 12: Bujinden – das Bujinkan Honbu Dôjô in Nodashi

IMAG0461Von Kashiwa aus in 22-25 Minuten mit der Tobu Noda Line erreichbar. Wichtig für alle die einen JR Pass haben, Das ist eine Linie an der dieser nicht gültig ist. Besorgt euch dafür entweder eine Pasmo oder Suica, welches beides codierte Karten sind auf die man Geld läd um Bahnfahrten kostengünstig, Bargeldlos und vorallem einfach zu bezahlen.

Das Bujinden ist eigentlich nicht zu verfehlen, da es direkt neben den Gleisen am Bahnhof ist.

Erstes Training war bei Someya, der einiges an Basisbewegungen und Prinzipien mit dem Tsurugi (Ken) gezeigt hat.

Absschließend noch ein Bild von uns vieren im Honbu Dôjô.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

LG
Micha

Tag 12: Auf zum Tennô – Ausflug in die Mitte Tokyos

Der nächste kleine Ausflug ging in das Herz von Tokyo und da zum Kaiserpalast (Kôkyo). Dieser wurde duch erstaunlich wenig Wachpersonal geschützt, bedenkt man doch das da wirklich der Tennô (japanische Kaiser) drin leb und es somit ähnlich dem Weißen Haus in Washington D.C. ein sehr wichtiges Regierungsgebäude ist.
Der Öffentlichkeit ist nur der östliche Garten zugänglich, diesen haben wir uns dan auch angeschaut.

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IMAG0453Danach ging es wieder zur Tokyo Station und zurück nach Kashiwa, schließlich wollten wir um 18.00 Uhr zu unserem ersten Training im Honbu Dôjô.
Aber davon berichte ich dann später.

Lg
Micha

Tag 11: Sensō-ji aus Versehn – kleiner Ausflug nach Asakusa

Nachdem ich Samstag Abend Michi und Uli getroffen habe, ging nichtmehr viel, da diese vom Flug etwas müde waren.
Am Tag darauf waren wir Nachmittags in Asakusa, einem Stadtteil im Stadtbezirk Taitô in Tokyo. Dieser ist vorallem für seine Shopingmeilen und Amüsierbetriebe bekannt.
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Und die Buddhisstische Tempelanlage Sensô Ji ist ebenfalls ein absolutes ist ebenfalls ein sehr markantes Merkmal von Asakusa, jedach sind wir in die irgendwie reingelaufen ohne es wirklich zu merken und uns dem bewusst zu sein.
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Von dem Tempelgelände aus konnte man den Tokyo Skytree sehen, der mit seinen 634Metern nicht nur den Tokyo Tower (333m) als höchstes Gebäude Tokyos ablöst, sondern auch das zweithöchste Gebäude der Welt ist. Höher ist nur das Burj Khalifa (830m) in Dubai.
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Am Abend waren wir noch in einem traditionell japanischen Restaurant und haben Sukiyaki (eine Art Eintopf) gegessen. Das war nicht nur lecker sondern ein echtes Erlebniss :)

Lg
Micha

P.S.
Entschuldigt die manchmal schlechte Bildqualität, mein Handy kommt mit Dunkelheit nicht so klar.

Tag 10: Ein Tag im Zug – von Kumamoto nach Kashiwa

Um 11:20Uhr ging es mit dem Shinkansen Sakura in Kumamoto los. In Shin Osaka auf den Hikari nach Tokyo umgestiegen und dann war auch schon 18:10Uhr.
Auf der Fahrt sah man auch mal einen Fujiyama bei Tageslicht und bei guter Sicht.IMAG0436
Schnell meinen Koffer aus dem Gepäcklager abgehohlt und mit der Yamanote Linie weiter nach Ueno. Dort umgestiegen und mit der Jôban Linie nach Kashiwa wo ich nun 4 Tage im Kashiwa Plaza Hotel wohne.
Zimmer ist ok, Bad könnte etwas größer sein, und das zimmer richt etwas anch rauch, aber sonst schon sein Geld wert.
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Edit:
Was man noch erwähnen sollte, man bekommt im Kashiwa Plaza Hotel einen ,,Bujinkan Discount´´ Habe für die 4 Tage statt 23.940Yen 21.800Yen bezahlt. Einfach als BBTler irgendwas vorzeigen wo das Kanji für Bujin drauf ist und nach dem Discount fragen.

Lg
Micha

Tag 09: Der Bär steht im Regen

Nun war heute leider dauerhaft Regen angesagt, erst gegen Abend hatt es ein wenig aufgehört. Davor war es einfach nur unangenhem. Zu dem gingen heute noch laufend Sirenen los, so das ich eigentlich quasi immer mit einem Erdbeben, Tsunami oder Gozzila gerechnet habe.
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Eigentlich war der Plan sich die Burg und Umgebung anzusehen, aber das viel nun buchstäblich ins Wasser. Abends war ich dan aber doch ein wenig laufen und bummeln, und dabei auch ein wenig von der Stadt gesehen. Fotografieren konnte ich aber nur was auch beleuchtet war :P

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Hier auch noch das Maskotchen von Kumamoto:
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Lg
Micha

Tag 08: 180 km in weniger als 45 minuten – Mit dem Shinkansen nach Kumamoto

Das ging flott, davon kann sich die Deutsche Bahn noch was abschneiden.
Diesmal wohne ich direkt im Bahnhof, im JR Kyûshû Hotel Kumamoto. Das Hotel ist etwas gehobener, 2 tage würden normal 13000Yen kosten, aber mit dem JR Pass kosten sie nur 11.000Yen und es gibt ein Frühstück gratis dazu.

IMAG0426Das Zimmer gefällt mir von den 4 Hotels in dennen ich bisher war am bessten, es ist groß ohne überzogen zu sein, und relaiv modern eingerichtet ist. Zudem liegt hier alles mögliche an Gratis Zeug rum (Rasierer, Zahnbürste, Minerallwasser, Zahnputzbecher, usw.)

Lg
Micha

Tag 08: Beim wilden Tanz auf dem Vulkan – Sakurajima

Wie schon erwähnt war ich auf dem Shiroyama und wurde dort überredet mir Sakurajima anzuschauen. Also stand ich morgens auf, Checkte aus dem Hotel aus und brachte meine Sachen zum Bahnhof wo ich sie einschloss. ,,Coinlocker wa doku des ka?´´ kann ich schon ganz gut sagen :)
Dann ging es zurück zum Hafen, genauer gesagt zur Fähre am Io World Kagoshima Aquarium.IMAG0391

Die Fähre kostet pro Überfahrt gerade mal 150Yen pro Person, legt alle 15 Minuten an und brauch ebenfalls 15 Minuten zum Übersetzen. Wie das geht? nunja es gibt 6 dieser Fähren die jeweils mehrere Anlegestellen ansteuern können.
IMAG0392Man kann auch im Bus oder PKW. übersetzen, aber das kostet deutlich mehr, was mich aber begeistert ist wie schnell und sicher das verladen der Pkw auf die Fähre erledigt wird.
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Während der Überfahrt merkt man das Kagoshima eine Hafenstadt ist, denn überall kreuzen Botte und andere Schiffe umher.IMAG0393

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Sakurajima ist ein noch aktiver Vulkan vor der Küste von Kagoshima der gelegentlich auch mal ausbricht. Die letzten 3 großen ausbrüche waren 1779, 1914 und 1949.
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Auf Sakura Jima angelangt steht man erstmal wieder vor einem Schrein und als ich mir diesen ansehen wollte wurde mal wieder ein Neuwagen rituell abgefertigt.IMAG0422

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Nach dem die große Runde zwei Tage zu Fuss dauern würde, entschied ich mich nur die kleine Runde zu laufen und die Etappe hoch zum Yunohira Observatorium mit dem Bus zu fahren.
Nahe bei der Fähre gab es ein kleines Museum bei dem der Eintritt gratis war. Es hat den unscheinbaren Namen Sakurajima Visitor Center, ist aber eigentlich schon ein eigenes kleines Museum das diesen Namen auch verdient. IMAG0400

Gleich um die Ecke ist der Yogan Nagisa Park in dem ein ebenfalls kostenloses heißes Fussbad zu finden ist.
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dann ging es den Yogan Nagisa Trail entlang, der fast vollständig aus Vulkangestein und niedrigen Wäldchen besteht. Dort gibt es überall kleine Buchten in den Fischerbotte stehen und auf jedem 2. Felsen hat ein Rentner seine Rute ausgeworfen.IMAG0402

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Ich konnte es mir nicht nehmen lassen und war dort kurz schwimmen, und auch wenn es noch etwas frisch war, so war es doch die unannehmlichkeit das ich kein Handtuch dabei hatte wert.

Der Trail endet am Karasujima Observatorium von dem man gut zum Akamizu Park weiterlaufen kann. IMAG0409
Die ganzen vulkangesteine eignen sich übrigens ganz gut für ein bischen Freeclimbing, auch wenn sie bei weitem keine Handschmeichler sind.
Auf dem Weg zum Akamizu Park steht noch seitlich dieser Felsen der als Waschbärhund-Felsen bekannt ist.
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Der Akamizu Park war am 21.08.2004 der Ort an dem das Sakurajima All-night Concert, ein Rockkonzert an dem 75.000 Menschen teil nahmen. Um daran zu erinnern wurde hier eine Skulptur aufgestellt.
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Ab hier nam ich den kleinen grünen Bus…
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Und führ mit ihm zum Yunohira Observatorium, das auf 373 Metern liegt und somit das nächste, der öffentlichkeit zugängliche Gebäude am Showa Krater ist.
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Als ich wieder zur Fähre wollte hatte der Vulkan scheinbar gerade lust zu posen und hat etwas Rauch ausgestoßen.
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Von dort aus ging es wieder zur Fähre und damit zurück in die Stadt.

Ich persönlich muss sagen das es unheimlich unpraktisch sein muss auf Sakurajima zu leben. Überall liegt asche herum (schaut aus wie schwarzer Sand) und die ganze Zeit hat meine Kopfhaut davon gekribbelt. Aber alles in allen war es ein schöner Abschluss für meinen Besuch in Kagoshima.

LG
Micha

Tag 07: Meiji Restaurations Tour und Eindrücke aus kagoshima

Nachdem ich die Jigen Ryû Besucht hatte hab ich mir noch sehr lange die Stadt angesehen. Da das Wetter mit 22°c und Sonnenschein angenehm war, bin ich nocheinmal in das Hotel hab mir meine Shorts gehohlt und war dan Spazieren.

Hier mal ein paar Eidrücke der Stadt.
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IMAG0302Denkmal für den heiligen Francisco de Xavier der die erste christliche Gemeinde in Japan gegründet hat.

Im Bereich Tenmonkan sind die sogennanten Tokishirube Statuen aufgestellt. Insgesamt 7 an der Zahl, die alle wichtig Ereignisse in der Geschichte Kagoshimas darstellen. leider hab ich nicht alle gesehen, aber diese hier will ich euch zeigen.IMAG0328Kabayama Sukenori und Kuroda Seiki besprechen die Zukunft Japans.

IMAG0330Oyama Iwao, Saigo Tsugumichi and Yamamoto Gonnohyoue die wegen der ankunft der britischen Flotte aufgeregt sind. (Meines Wissens nach waren es Amerikaner, aber im Stadtführer steht british Fleet)

IMAG0425Sakamoto Ryoma und Oryo in den Flitterwochen (erstes Paar in Japan das diesen Brauch ausübte)

KAG30062012____017Kuroda Seiki und sein Mündel Yamashita Kanehide machen sich auf den Vulkan Sakurajima zu malen.
Die anderen drei Statuen habe ich leider nicht bewusst wahr genommen, aber sie sind auch echt klasse gemacht, so das wenn ein paar menschen um sie herum Stehen sie garnicht weier auffallen.

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IMAG0331Ein kleiner Park mit einer Bronzestatue von Okubo Toshimichi der sich selbst die Modernisierungs Japans zum Lebensziel gesetzt hat. In diesem Anliegen war er mit seinem Freund…

IMAG0379…Saigo Takamori zutifst uneins. Dessen Statue steht an der Stelle an der er starb. Er war die führende Kraft hinter der Satsuma Rebellion die die Forlage zu dem Film ,,Last Samurai´´ gab.

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IMAG0338Ein traditionelles Haus das neben dem Museum of Meiji Restauration steht.

IMAG0333 Brücke überden fluss mit interesanten Geländer.
IMAG0337Das besagte Museeum, das zwischen dem Geburtsort von Saigo und dem ort an dem Okubo aufwuchs erbaut wurde.
Es behandelt wie der Name schon sagt die Meiji Restauration, also den Wechsel von dem traditionellen, von der Außenwelt abgeschotteten Samuraistaat hin zu einem modernen Industriestaat. Dazu wird vorallem über die beiden bekanntesten Kinder Kagoshimas, Okubo und Saigo, geredet.

Das Museeum kostet nur 300Yen Eintritt und bietet dafür auf 2 Stockwerken jede menge zu dem Thema. Es gibt im Untergeschoss sogar eine Show die verschiedene Themen veranschaulicht. Da die Umbauarbeiten dazu recht umfangreich sind wird eine Show mehrmals gezeigt bevor eine andere läuft. In meinem Fall lief eine geschichte über Saigo und Okubo. Der clou ist aber das es einen gratis Audio Guide auf Englsich gibt, der einen alle Schilder vorliest so das man auch ohne Kanji lesen zu können etwas von dem Museeum hat.

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IMAG0363Zu dem Bild sag ich doch schnell was, es zeigt wieviele Dienerinnen es braucht eine Prinzessin zu versorgen :P

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Nach dem Museum lief ich Richtung Shiroyama, an dem Okubo sein letztes Gefecht hatte. Dort ist auch die History and Cultur Street in der sich ein Museeum an das andere reiht:
-Reimeikan (Kagoshima Prefectural History Center)
-Kagoshima Municipal Museum of Art
-Museum & Kagoshima ,,Märchen´´ Fairy Tale Museum
-Kagoshima City Modern Literature Center
-Kaoshima Prefectural Museum

Da es hier schon später Nachmittag war und die Museen schon teilweise um 17.00 schließen habe ich mir nur den Park und Umgebung angeschaut.
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Dann war ich noch kurz am Terukuni Schrein
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Und danach bestieg ich den Shiroyama auf dem eine Aussichtsplattform ist von der man die ganze Stadt überblicken kann. IMAG0386

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IMAG0388Der kleine Mönch sass auch oben auf der Plattform.
Oben traff ich auch einen älteren Herren der sich viel Zeit genommen hat um mir etwas über die Stadt zu erzähhlen und mich auch mehr oder weniger dazu überredet hat am Folgetag den Vulkan Sakurajime zu besuchen.

Läuft man nun statt dem Wanderweg den deutlich längern Weg die Straße entlang wieder hinab kommt man noch an Saigos grab vorbei. Hier war es schon fast dunkel, deswegen die dunklen Bilder sorry. Bin dann mit Taschenlampe noch durch das grabmal gelaufen, aber innen war es nichts mehr mit Fotografieren.
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Um den Abend abzuschließen war ich dann noch Okonomiyaki esssen und hab dann in der Münzwäscherei meines Hotels meine Wäsche gewaschen :P

Lg
Micha

Tag 07: Bezwinge deinen Feind mit einem einzigen Hieb – Jigen Ryû

Einer der Hauptgründe für mich nach kagoshima zu kommen waren die Lehrtraditionen der Jigen Ryû. Es gibt da ersteinmal 2 Stile

Tôgô Jigen Ryû

und

Yakumaru Jigen Ryû (oft auch Nodachi Jigen Ryû genannt)

Beide Stile sind bekannt für ihr direktes und lautes Vorgehen gegen den Feind. Einer der Grundsätze der Schulen ist das das Schwert immer eine Waffe für den Angriff und nicht als Schild benutzt werden soll. Ein anderer legt es den Ausübenden nahe sich auf den ersten Schlag zu konzentrieren um keinen zweiten führen zu müssen.
Die Schulen trainieren beide mit Ästen als Übungswaffen und haben jeweils eine besondere Art des Suburi. Dabei wird eben nicht der Schnitt oder Schlag einfach durch die Luft geübt sondern gegen ein Ziel aus Holz geführt.
Bei der Tôgô jigen Ryû ist dies ein im Boden eingelassener Pfahl, während bei der Yakumaru Jigen Ryû ein Bündel Äste, auf einer Halterung den selben Zweck erfüllen.
Ebenfalls markant ist bei beiden Schulen die schnelle Schlagfolge und das laute schreien. Oft liest man das dies albern und unrealistisch sei, aber zum einen trainieren die Angehörigen der Jigen Ryû extrem hart (3000 Schläge morgens und 8000 Abends) was eine schnelle Schlagfolge auch mit einem Stahlschwert ermöglicht. Zum anderen muss man sich nur einmal vorstellen ein wild kreischender Krieger der Jigen Ryû rennt mit einem gut 2Meter langen Schwert auf einen zu und fängt noch im Rennen an einen mit Angriffen einzudecken.
Gruselige Vorstellung oder? :P

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Ich hatte das Glück das mein Hotel ganze 3 Minuten Fussmarsch vom Honbu Dôjô der Tôgô Jigen Ryû entfernt war. Gleich am Dôjô ist das Jigen Ryû Tactics Museum angeschlossen (auf meiner 2. Karte ist es als Jigen Ryû Swordsmanship Museum vermerkt) man zahlt 500Yen eintritt, kann das Museum besuchen, einen kleinen Film anschauen und dann das Dôjô besichtigen.
IMAG0304Ein für Satsuma typisches katana, Man sieht es auf dem Bild nicht so gut, aber die Klinge ist gut einen Zentimeter dick und bestimmt 4,5-5 cm breit.
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Ein Wakizashi das ebenfalls relativ wuchtig ausfällt.
IMAG0306Mehrere Signaturstempel
IMAG0307Eine kleine Figur mit einem zusätzlichen Arm, die Bedeutung ist mir leider nicht klar.
IMAG0308Eine von mehreren ausgestellten Schriftrollen.
IMAG0309Mehrere Trainingsäste, Gut zu sehen hier auch die geflochtene übergroße Tsuba.
IMAG0310Ein Bild von zwei Kindern beim Training der Jigen Ryû.
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IMAG0321Mehrere Gemälde die ausgestellt waren.
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IMAG0317Einige Kodogu (beschläge für Schwerter). Mir gefällt persönlich die schlichte Ausgestaltung bei Satsuma Schwertern recht gut.
IMAG0320Eine weitere kleine Statue.
IMAG0319Ein Paar Schüsseln.
IMAG0318Ein Sensu (Fächer) der auch schon bessere Tage gesehen hat, sowie eine weitere Schriftrolle.
IMAG0316Bücher und Bilder.
IMAG0314Ein Katana in Montierung, das allerdings im Gegensatz zu der Klinge oben eher zierlich und klein wirkt.

Danach ging es rüber ins Dôjô, und was einem zuerst aufällt ist der Boden, der ist nähmlich einfach mit trockener Erde bedeckt und nicht einmal richtig eben. Mir wurde aber erklärt das das so sein muss, da es so ist als würde mann im Haus ein Außentraining abhalten. Als Nächstes fallen die Äste auf die Bündelweise überall gelagert werden. Und unübersehbar sind auch die 4 eingelassenen Pfähle.
An diesen hatte ich auch mein erstes kleines ,,Training´´ in Japan. Ok mir wurde eigentlich nur Fussstellung und Handhaltung erklärt und das ich gut und feste draufhauen und dabei kreischen soll, aber es hat trotzdem unheimlich Spass gemacht. Mehr durfte ich leider nicht machen, da man dafür Schüler der Jigen Ryû sein muss.
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IMAG0326Der Drache ist ein besonderes Symbol der Jigen Ryû.

Die Tôgô Jigen Ryû trainiert 3x die Woche, Dienstags, Donnerstags und Samstag. Die Yakumaru Jigen Ryû (die scheinbar auch außenstehenden offen steht) trainiert, soweit ich das verstanden habe, nur Sonntags und das stehts im Freien. Da ich nur zwei Tage in Kagoshima bin kann ich sie leider nichtmehr besuchen, auch wenn es mich sehr reizen würde.

Lg
Micha

Tag 06 Über Umwege nach Kagoshima

Ich glaube langsam das mir Japan sagen will ,,hey Micha schau dir doch mal Kokura an´´. Eigentlich wollte ich über Oita-Kumamoto oder Oita-Miyazaki weiter nach Kagoshima-Chuo, allerdings lies ich mich von der netten Dame von der Bahn überreden mit dem Sonic zum dritten mal nach Kokura und dann mit dem Sakura direkt nach Kagoshima Chûô zu fahren.
Dies dauert ca. 3,5 Stunden, die anderen beiden Strecken sollen doppelt so lang dauern (warum auch immer). Nunja jetzt kann ich nichtmehr sagend as ich eine Rundreise auf kyûshû gemacht habe, aber intressant war die Fhart trotzdem.
Im Sonic nach Kokura sass ich neben einem sehr sehr alten mann der mich fragte woher ich komme. Als ich Deutschland sagte hob er die Hand und sagte sowas wie ,,Hei Hiter´´. Leider sprach er nicht wirklich deutsch und verstand auch nicht das ich eher peinlich berührt als erfreut war^^.

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In Kagoshima angekommen war ich erstmal entäuscht das es in Strömen regnet, den eigentlich wollte ich den Abend noch nutzen. Aber das ich das Hotel so gut gewählt habe das ich nicht mal eine Minute von der Straßenbahn laufen muss und quasi alle wichtigen Sehenswürdgkeiten in Reichweite liegen machte das schnell wieder weg.

IMAG0297Mein Zimmer im Kagoshima Washington Hotel Plaza ist nicht groß aber ausreichend. Zudem schaut das Hotel recht hocklassig aus. Was mich wundert, den mein zimmer kostet nur 8200Yen für 2 Nächte.

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IMAG0298Ausnahmsweise ist auch die Aussicht echt mal gut, aber bin auch im 14. Stock.

Lg
Micha

Tag 06: Eindrücke aus Beppu

Nun Beppu ist ein kleine Stadt an der Ostküste von Kyûshû. Sie hat gerade mal 125.000 Einwohner (Nürnberg hat irgendwas um die 500.000) aber es kommen jährlich mehrer millionen Toristen hier her. Die Stadt zeichnet sich vorallem durch ihre heißen Quellen aus, aber durch den Tourismus gibt es auch etliche Einkaufsmöglichkeiten und ein sehr großes Nachtleben mit sehr viel Rotlicht.

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IMAG0219Die beiden größeren Einkaufsstraßen in dennen es sehr viele kleine Geschäfte gibt und in den Nebenstraßen dieser sind Nachtclubs, Bars, und Amüsierbetriebe.

IMAG0282Ein sehr großer Tengu Kopf der Zu festlichen Anlässen durch die Stadt getragen wird, ansonsten wird er auch in einer Einkaufspassage ausgestellt.

IMAG0284Das gigantisch große You Me Town Einkaufszentrum. You Me Town ist ein Kette ähnlich wie Karstadt, aber der Nürnberger karstadt passt hier locker 4x rein. Es gibt quasi alles und man bekommt fast einen Schock vor Reizüberflutung.

IMAG0283Der Beppu Tower. Eintritt kostet 200Yen, wenn man den erwähnten Gutscheinpass hat, nur 180Yen. Hier mal ein Paar Bilder von dem Turm aus geschoßen:

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IMAG0288Man sieht auf den Bildern recht gut den für japanische Städte typischen Mischmasch aus Modernen und traditionelen Bauten.

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IMAG0290Da ich noch ewig vom Tag übrig hatte bin ich noch in die andere Richtung gelaufen und habe mir den Beppu Park angesehen.

IMAG0291Dort im Park gab es auch ein Bambuswäldchen mit mehren Metern hohem Bambus.

Am abend bin ich ein wenig durch die Bars geschlendert und war ewas essen bei einer Suppenküche die Ramen und Udon anbietet. Sehr lecker^^
Intressant ist das die Bars, Restaurants und Amüsierbetriebe wild durcheinander gemischt sind. Und entgegen einiger behauptungen wird man als Europäer schon mal von einem Zuhälter angequatscht ob man sich den was gutes gönnen will. Lustig ist dabei das diese kataloge haben in dennen man sich die Mädchen ansehen kann und dan ähnlich wie in einer Speißekarte bestellt.
Ebenfalls ist es interesant das Prostitution in Japan illegal ist. Deswegen werden die Läden als Soapland, Pink club, Healthy center usw. ausgegeben. Offiziel bezahlt man auch nicht für Sex sondern für Massagen oder ähnlichem.
Bevor einer frägt, nein ich war nicht Kunde, aber als Mann würd man sich ja wohl trotzdem interessieren dürfen, oder? :)

Da nachts das Licht nicht gut war für meine Handykamera, habe ich noch 2 Bilder am Tag drauf geschoßen.
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Alles in allem ist Beppu eine sehr tolle Stadt die ich jedem ans Herz legen kann.

Lg
Micha

Tag 05: Michas erster Onsen Besuch

Ein Teil der japanischen Lebensweise sind unter anderem auch die öffentlichen Badehäuser die man Onsen (温泉 Heiße Quelle/Thermalbad) nennt. Gerade auf Kyûshû gibt es da recht viele und da eines 10 Minuten Fussweg von dem internetcafe in dem ich wohne wollte ich es mir nicht nehmen lassen eines zu besuchen.
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IMAG0221Lustiger Weise ging ich davon aus das die Karte Massstabsgetreu ist und stand 5-10 minuten vor diesem kleinen Tempel un habe den eingang zum Bad gesucht.
Ich hab dan einen Man gefragt der vor einem Laden stand und der sagte mir das ich eine Straße weiter müsse. Intressant war hierbei das der laden neben dem Tempel ein Soapland war also eine Art Bordell.
Ich stelle es mir lustig vor wenn jemand in Deutschland auf die Idee kommen würde neben einer Kirche ein Bordell zu errichten :P

IMAG0222Nungut das Onsen war sehr alt, irgendwann in der Edo Jidai errichtet, und sehr günstig. Eintritt kostet grad mal 100Yen und ein spezieles Sandbad 1000Yen. Ich wollte aber nur baden und nach einer kleinen Erklärung welches Bad für Männer und welches für Frauen sei ging ich dan rein.

Leider konnte ich innen keine Bilder machen, zum einen ist der Wasserdampf nicht gut fürs Handy, zum anderen hätten die mich sicher schief angeschaut. Das ist sehr schade, denn das bad ist klein aber sehr schön.
Man sollte sich vorher mal irgendwo durchlesen was man in einem Onsen zu beachten hat. Es gibt da viele Arten wie man das Halten kann, aber eines bleibt dabei immer gleich:
Man hohlt sich eine Schüssel und einen Hocker, schöpft heißes Wasser aus dem Becken oder gießt sich kaltes aus dem Hahn. Damit reinigt man sich erstmal gründlich, bevor man in das Becken steigt. Das Bad ist wirklich sehr heiß, aber es tut unheimlich gut.
Intressant finde ich auch das die Tradition durch alle Gesellschaftsschichten gepflegt wird. Es kommen Schüler vor der Schule, Arbeiter, Angestellte, Selbstständige und Anzugträger gleichermassen in das Bad.
Und weil immer behauptet wird man dürfe nicht mit tattoos in ein Onsen, nunja vor mir war ein älterer Mann im Bad der von oben bis unten Tattoowiert war. Und ihm hat ein Fingerglied gefehlt, man soll ja nicht zu sehr in Klisches denken, aber das sah sehr nach Yakuza aus :) .

Lg
Micha

Tag 05: Durch die acht Höllen – Jigoku Meguri

Wenn man in Beppu ist, sollte man drei Sachen tun:
1. einen Onsen aufsuchen, Beppu hat davon ja nur knapp 100.
2. abends durch die Altstadt laufen und sich die etlichen Amüsierbetriebe anschauen und
3. Die acht Höllen besuchen.

Bei diesen Höllen handelt es sich um die Jigoku Meguri, 8 heiße Quellen Nordwesten von Beppu. Diese sind deutlich zu heiß um darin Baden zu können, deswegen werden sie als Jigoku (地獄 = Erdgefängniss), also der im japanischen Buddhismus vorherschenden vorstellung der Hölle bezeichnet.
Der Tourismus ist in Beppu ziemlich auf diese Quellen aufgebaut und das merkt man spätestens wenn man an den Quellen ankommt. Aber auch vorher schon ist es schon zu merken, den führ japanische Verhältnisse sind sie sehr gut auf Englisch ausgeschildert und man kann sie sehr einfach mit dem Bus erreichen.

IMAG0223Hier ist der Eingang der direkt an der Bushalte Stelle ist. Allerdings ist es die 3. Hölle, also wenn man sie in der richtigen Reihenfolge machen will, sollte man noch einige Meter nach links hoch laufen.
Meine Tickets habe ich trotzdem da gekauft. Man zahlt entweder 400Yen pro Quelle oder kauft sich den Pass für alle Quellen für 2000Yen. Hat man sich, was ich empfehle, ein Tagesticket für den Bus gekauft (900Yen) bekommt man ein Gutscheinheft dazu, und dann kosteten alle 8 Quellen nur 1800Yen.

An der Kasse erhält man außerdem 2 karten, eine auf Englisch und eine größere die auf der Rückseite eine Route hat in der man jede Quelle abstempeln kann. Die Stempel dazu liegen immer bei den jeweiligen Quellen aus.
Nun fällt einem als erstes auf, das jede Quelle einzeln abgegrenzt ist, man also an jedem Eingang sein Ticket vorzeigen muss. Außerdem kommt man zu jeder Quelle nur, wenn man durch einen kleinen Souvenier Laden geht. Auch sind alle Quellen durch irgendeine form von Park oder ähnlichem eingerahmt. Alles in allen ziemlich kitschig und man hat immer ein wenig das Gefühl das man versucht dem Besucher so viel wie möglich auf einmal zu bieten (manchmal zu viel finde ich).
Ich zeige hier die Quellen in der vorgeschlagenen Reihenfolge.

Die Umi Jigoku (See Hölle) ist sehr Tief mit ihren 200 Metern und hat eine kobaltblaue Färbung. Das Wasser ist über 150 grad heiß, weswegen die Quelle extrem stark dampft und dabei extrem nach Schwefel riecht. Es gibt alle Paar Minuten einen Beweis wie heiß die Quelle doch ist, in dem ein Man mit einem langen Stab in der Quelle Eier kocht.
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IMAG0237In dieser ersten Hölle war ein japanischer Garten mit Schreinen und Teichen außenherum angelegt. Zudem gibt es ein Gewächshaus und einen Teich mit Riesenseerosen auf dem kleine Kinder laufen können. Leider waren die Rosen noch nicht groß genug.

Oniishibozu Jigoku (rasierter Mönchskopf Hölle) ist der Name der zweiten Quelle. Sie ist nach den im Schlam aufsteigenden Blasen benannt.
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Außerdem gibt es hier noch einen Zugang zu einem Bad, allerdings kostet dieses 600Yen extra.

Bei der Yama Jigoku (Berg Hölle) handelt es sich um eine kleinere Quelle bei der heißer Dampf aus dem Felsen herausströmt. Das Umfeld der Hölle war wie ein Zoo gehalten mit Elefant, Flusspferd, Affen vögeln und Löwen (letzterer war aber der Käfig leer).
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Ich bin eigentlich kein Gegner von Tierparks, aber ich fand die Gehege schon sehr klein, und hatte auch das Gefühl das die Tiere in ihren Gehegen eingemauert wurden.

Die Nächste Hölle war die Kamado Jigoku (Kochtopf Hölle). Sie besteht aus sechs einezelnen Quellen die allesamt unterschiedliche Eigenschaften besitzen. Das Thema hier ging um Oni (Dämonen) und es standen überall Statuen dieser herum.
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Eine weitere Quelle die auf Tiere aufbaut war die Oniyama Jigoku (Dämonenberg Hölle). Sie war in mitten einer Krokodil Farm und es wurde erwähnt das die Wärme die von der Quelle ausgueht ideal für die Aufzucht von Reptilien sei. Am Eingang stand eine Statue von Fudō Myōō dem Schutzgott der Lehren.
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Außerdem war dort ein kleines Museeum in dem Unter anderen ein fast 5 Meter langes ausgestopftes Krokodil ausgestellt wurde.

Weiter ging es zur Shiraike Jigoku (Weißer Teich Hölle). Einer Quelle die sich durch ihre weiße Färbung auszeichnet und in einem sehr schönen Park gelegen ist. Außenherum sind mehrere Aquarien in dennen man sich verschiedene Fische anschauen kann. Die Quelle scheint inspirierend zu wirken, zumindest ist über einem der Aquarien ein Ausstellungsraum in dem Kunstwerke ausgestellt werden die hier gemalt wurden.
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Von hier aus ist die Nächste Quelle nichtmehr zu Fuss zu erreichen und man sollte den Bus für die rund 10 minütige Fahrt nehmen. Aber bevor man das tut sollte man das Restaurant Jigoku Mushi Kôbô Kannawa besuchen.
Es ist recht außergewöhnlich, denn man kocht selber und kauft nur die Zutaten und mietet sich eine Kochstelle. Dazu sucht man sich die Zutaten aus und kauft diese an dem Automaten. Anschließend meldet man sich an und wartet bis eine Kochstelle frei geworden ist. Dazu bekommt man eine Nummer und wartet bis diese augerufen wird. Anschließend bekommt man seine Zutaten in einem Korb und geht zu den Kochstellen, diese sind an eine heiße Quelle angeschlossen und man dünstet sie sozusagen in dem Dampf einer der Quellen. Zusammen mit den Zutaten bekommt man auch einen Wecker und muss so einfach nur warten bis das Essen gar ist.
Ich hab Hünchenteile, Pilze und mit gemüse gefüllte Teigtaschen gedünstet und die bekommen einen wunderbares Aroma durch den Dampf.
Wer Probleme mit dem Bestellen hat brauch sich keine Sorgen machen, es gibt eine Information mit englisch sprechenden Personal.
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Satt und glücklich bin ich dan weiter zur Bushaltestelle gelaufen und von da aus zur nächsten Quelle der Chinoike Jigoku (Blutteich Hölle) gefahren. Diese hat ihren Namen durch die rötliche Färbung die sich von hellrot bis dunkelrot ändern kann.
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Gleich vor dem Eingang hab ich auch meinen ersten Kirschbaum gesehen der schon angefangen hat zu blühen.IMAG0275

Die letzte Hölle war die Tatsumaki Jigoku (Herausspritzende Hölle) Es handelt sich hierbei um einen Geisir der pünktlich alle 45 Minuten auspricht und eine rund 2-3 Meter hohe Fontäne ausstößt. Ich hatte das Glück das sie gleich nach meinem Eintreffen ausgebrochen ist.

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Diese Quelle war bei weitem die kleinste und bestand quasi nur aus Geisir und Shop. Danach ging es mit dem Bus wieder zurück zum Bahnhof.

Lg
Micha

Tag 04: Auf nach Beppu und ab ins Wakura

Ich bin fast schon stolz auf mich, ich habe das Zugsystem nun soweit durschaut das ich selber herausgefunden habe wie ich von Shimonoseki nach Beppu komme. Man fährt hierzu erst mit dem Bummelzug nach Kokura und dann mit dem Sonic, ein Expresszug der aber nicht so schnell wie die Shinkansen ist, weiter nach Beppu.

Dort angekommen habe ich mir wie immer an der Information eine Stadtkarte gehohlt und wurde zum zweiten mal auf deutsch angeredet. Die Dame an der info hat eine Tochter die in Deutschland studiert hat und spricht einwandfrei deutsch.

Nun raus aus der Station richtung Osten und wieder mal eine Statue die ich nicht verstehe, aber intressant finde.
IMAG0213Wenn jemand die Geschichte zu der Statue kennt bitte melden.
Edit:
Da handelt es sich um Kumahachi Aburaya. Er war wohl sehr Kinderlieb und wurde von ihnen “Shiny Uncle” genannt wegen seiner polierten Glatze ;) . Außerdem gilt er auch als der Vater des Tourismus in Beppu und deshalb als jemand der viel Wohlstand in die Stadt brachte.
Danke an Marc für die Info.

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Nun einfach der Straße folgen bis links das Wakura kommt. Dieses ist gut an den gelb/blauen Schildern zu erkennen.

Beim Wakura handelt es sich um ein Internetcafe, allerdings um kein normales. Man zahlt hier nicht nur fürs Internet, sondern für ein Rundum Sorglos Packet.

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IMAG0216Es gibt Kabinen mit Betten in dennen man gut schlafen kann, und es gibt all you can drink Automaten.

IMAG0217Leider ist die riesige Manga Bibliothek komplett auf Japanisch, weswegen ich sie mir nicht näher anschauen werde.

Das schöne ist das wenn man 12h bleibt das gerade mal 2680Yen kostet, das ist fast schon auf Jugendherbergsniveau, mit dem Unterschied das man Getränke und Internet um sonst bekommt.
Es gibt auch eine Dusche und man kann Hygiene Artikel und Essen an der Kasse erstehen.

Schließt man eine kostenlose Mitgliedschaft ab bekommt man nochmal 11% Rabatt auf alles.

Wie kommt man auf die Idee im Internetcafe zu übernachten? Nunja, das müsst ihr Chris, Bina und Rüdi fragen, von dennen hab ich den Tipp gehabt.

Lg
Micha

Tag 04: Eindrücke aus Shimonoseki

Nun was soll man zu Shimonoseki sagen? Es ist eine saubere Stadt, mit vielen Sehnswürdigkeiten.
Über Ganryûjima habe ich ja schon geschrieben, danach hatte ich noch massig Zeit bis mein Zug ging und habe mich ein wenig weiter umgeschaut. Gleich neben den Pieren iegt die Kamon Wharf, eine kleine Einkaufspassage direkt an den Piers.
dahinter ist eine Straße und direkt dahinter de Kameyama Hachiman Shrein.
IMAG0118Hier ein Bild von diesem.

IMAG0120Ich hatte gleich das Glück das ich einer Shinto Zeremonie beizuwohnen. Der Priester hier im Bild hat gerade den Neuwagen des Mannes geweiht. Soweit ich es herausgefunden habe eine beliebte Sache bei älteren Japanern.

IMAG0121Gleich neben der Zeremonie war dieser Teich, und irgendwie hatte ich Koi oder andere Fische erwartet,…

IMAG0119…aber scheinbar ist dieser Teil des Schreines den Schildkröten gewidmet.

IMAG0122Schildkröten und Kugelfische haben eine besondere Bedeutung für Shimonoseki, jedenfalls findet man Statuen von diesen n der ganzen Stadt. Später habe ich gelesen das der Kugelfisch das Wappentier der Stadt ist.

IMAG0123Ein Becken mit Schöpflöffeln an dennen man sich rituel reinigen kann, intressanter Weise sogar mit bebilderter Anleitung.

IMAG0124Ein weiteres Monument im Schrein an den viele dieser Masken hingen, Leider habe ich keine Informationen welche bedeutung diese haben.

IMAG0125Zwei kleinere Schreine neben dem…

IMAG0126…großen Hauptgebäude. In diesm wurde gerade eie Zeremonie abgehalten und da ich diese nicht stören wollte habe ich nur aus einiger Entfernung zugeschaut.

IMAG0093Der Kaikyo Yume Tower in dem ein Observatorium und das International General Center zu finden sind. Solche modernen Bauten stehen in einem krassen Kontrast zu…

IMAG0096…dem Mischmasch an sonstigen Gebäuden die das Stadtbild beherschen. Es scheint typisch für Japan zu sein, das modernste architektonische Meisterleistungen dicht an dicht mit historischen Bauten und zusammengewürfelten Reihenhäusern stehen.

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Eine Jizô Statue.

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Ein denkmal an der Überführung am Bahnhof.

IMAG0097Die Kanmon Bridge Fotografiert von den Kanmon Piers aus. Diese Brücke verbindet Honshû und Kyûshû miteinander.

IMAG0095Ein Denkmal für die am 22. Dezember 1942 nach einem Luftangriff gesunkene Kohan Maru (ziviles Passagierschiff).

IMAG0127Der Akama Schrein

IMAG0129Hier ein Blick auf das Hauptgebäude, es fällt auf das der Schrein deutlich bunter gehalten ist, aber kleiner als der Kameyama Hachiman Schrein ist.

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Ein Stein mit einem Shintoistischen Seil drum herum, leider konnte ich bisher nicht die Bedeutung herausfinden.

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Die Konmon Bridge direkt von Unten fotographiert.

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Gleich hinter der Brücke kommt der Mimosuso Park in dem ein Denkmal für die Schlacht von Dannnoura, in dem der Genji Clan gegen den Heike Clan stritt.

IMAG0134Minamoto-no-Yoshitsune besiegte dabei…

IMAG0133…Taira-no-Tomomori.

IMAG0136Ebenfalls in selbigen Park finndet sich ein Pavion mit dieser kleinen…

IMAG0137…und mehreren großen Kanonen als Erinnerung an die Zeit als Japan sich selbst vom Rest der Welt isolierte.

IMAG0195Eine weitere Besonderheit ist dieser Fussgänger Tunnel. Den durch diesen kann man von Honshû nach Kyûshû laufen.

IMAG0197Er ist 780 Meter lang und an seiner tiefsten Stelle ist man 58 Meter unter dem Meeresspiegel (wenn ich das richtig verstanden habe).
Über dem Tunnel verläuft ein PKW Tunnel der eine Wietere Verbindung von Kyûshû und Honshû darstellt.

IMAG0198Der Fussgängertunnel sieht so aus…

IMAG0200…und als Beweis das ich wirklich den Tunnel entlang gelaufen bin hier ein Bild der Brücke von Kyûshû aus. Ich hab da drüben dan auch gleich in einem kleinen Imbiss etwas gegessen, für 620Yen eine gigantisch große Platte mit japanischen Spezialitäten.

IMAG0202
Beim zurücklaufen habe ich mir im Karato Market, einem sehr großen Fischmarkt noch ein paar frische Garnelen zum naschen gekauft.

IMAG0204
eigentlich wollte ich mir dan noch eine Sho im Kaikyo kan Aquarium anschauen, die haben eine Seelöwen und Delphin Show. Aber mir waren der Eintrit mit 2000Yen zu hoch dafür das ich solche Shows eigentlich nicht sonderlich mag und ich muss den verlust mit dem Luxus Hotelzimmer in Tokyo wieder reinhohlen.

IMAG0203Satue vor dem Aquarium, von dem Selben Wal haben sie im inneren ein Skellet stehen, das lies sich durch die Glasaussenwand des Gebäudes aber leider nicht richtig fotografieren.

IMAG0205Wieder ein Denkmal das mit Ryoma zu tun hat, aber auch hier leider keine mir verstndliche Info dazu.

IMAG0207An diesem kleinen Verschlag rechts im Bild kann man Hubschrauber rundflüge über den hafen buchen, aber die waren mir mit 5000-22000 Yen auch zu teuer.

IMAG0210Auf dem Weg zurück zur Shimonoseki Station hab ich noch die Water Police entdeckt.

IMAG0209Und hier ihr Boot.

IMAG0208Und eines von der Küstenwache.

IMAG0211Und ein süsses weis/schwarzes Polizeiauto. Diese werden auf grund der Farbe oft ,,Shirokuro Guma = Panda´´ genannt.

IMAG0100Das Schiff will ich noch posten, da es sehr militant aussieht aber genau vor einem Mitsubishi Dock angelegt hatte. Wenn mir jemand sagen kann ob es wirklich ein Kriegsschiff ist nur raus damit.

Edit:
Das “Mitsubishi-Schiff” scheint ein militärischer Kabelleger zu sein:
JS Muroto

Danke an Reini für die Info

Eigentlich müsste man bei all dem ja denken das Shimonoseki eine Touristenhochburg ist. Aber ganz im Gegenteil, ich hab fast nur Japaner getroffen und das verwundert mich ein bischen, da gerade Ganryûjima doch bei Budôka sehr gefragt sein müsste. Ansonsten endet damit mein aufenthalt in Shimonoseki und ich mache mich auf nach Beppu.

Lg
Micha

Tag 04: Ganryûjima

Als ich in Tokyo nach einem Zug nach Shimonoseki gefragt habe haben mich die Damen von der Bahn irgendwie verwundert angeschaut und mehrmals nachgefragt ob ich wirklich nach Shimonoseki und nicht Shin Shimonoseki will :P . Habe dan schon an meiner Planung gezweifelt, aber dazu später mehr.
Der Grund warum ich dort hin wollte ist einfach, aber auch ein wenig eigen. In einer Doppelfolge der Anime Serie ,,Detektiv Conan´´ (Deutsche Folge 321&322, Japanische Folge 299&300) waren die Figuren in Shimonoseki und haben da Urlaub gemacht. Und es gab da ein Parr Eindrücke von der Hafenstadt die mir sehr gefallen haben.
Zudem hab ich damals (ich glaube ich war 15 oder 16) erstmals von Ganryûjima gehört der Insel vor der Küste von Shimonoseki. Die Insel verdankt ihren Bekanntheitsgrad einem Duell am 13 April 1612 (Keicho 17).
Die beiden Schwertkämpfer Musashi Miyamoto und Kojiro Sasaki hatten sich an diesem Tag für ihr Finales Duell verabredet.
Musashi war für seinen derben und ungestümmen Kampfstil sowie seine Daishô (Schwertpaar) Techniken bekannt. Kojiro galt als außergewönlicher Schwertkämpfer und verwendete ein überlanges Schwert (Nodachi).
An besagtem Tag kam Musashi viel zu spät zum vereinbarten Termin, man sagt das tat er öfters um seine Gegner mürbe zu machen.
Als er dann doch endlich auf die Insel kam soll Kojiri gesagt haben: ,,Du kommst spät Musashi, hattest du Angst?´´ und warf dabei seine Saya (Schwertscheide) in das Meer um zu zeigen das er bereit war zu sterben.
Musashi soll daraufhin ,,Du hast schon verloren´´ geantwortet haben, da er das wegwerfen der Saya so gedeutet hat, das jemand der glaubt zu gewinnen nicht die Schwertscheide wegwirft die er ja nach dem Kampf wieder brauchen würde.
Musashi tratt mit einem Bokutô an, einem Holzschwert das er der Legende nach wärend der Überfahrt zu der Insel aus einem Padel geschnitzt haben soll. Kojiro hingegen verwendete sein scharfes Nodachi.
Warum Musahi ein Holzschwert verwendet hat ist nicht erwiesen, aber es gibt mehrere Theorien, eine davon besagt das er es mittlerweilen zu einfach fand mit einem Stahlschwert Duelle auszutragen, eine andere sagt das er seinen Gegner damit herabsetzen wollte. Wieder eine andere behauptet das er das Holzschwert wählte weil sich die Klinge von Kojiros Schwert darin verhaken sollte und er somit einen Vorteil erlangen wollte.

Warum auch immer er diese Wahl traff, der Kampf soll sich so zugetragen haben das Musashi einen Hieb von Kojiro so auswich das dieser von der Sonne geblendet wurde und er ihn anschließend einen tötlichen Schlag an den Kopf versetzen konnte.
Die Insel hieß damals noch Funajima (Bootförmige Insel) und wurde erst später in Ganryûjima umbenannt um an Kojiro zu erinnern. Die Schule die er gegründet haben soll hieß nähmlich Ganryû.
Musashi begann noch im selben Jahr selber zu unterichten und legte damit den grundstein für seine Schule, die Niten Ichi Ryû.

IMAG0098
Zu der Insel kommt man recht leicht und günstig. Ich bin morgens von meinem Hotel zurück zum Bahnhof gelaufen, da ich dort mein Gepäck einspären wollte. von da aus läuft man einfach fast genau nach Osten. Man kann auch mit dem Bus fahren, aber man sieht so ein bischen mehr von der Stadt, kann sich ein weinig mit Einheimischen unterhalten und zumindest Sonntag Morgen, extrem vielen Anglern am Pier begegnen.
Nach ca. 30 Minuten fussmarsch kommt man am
Kaikyokan (Aquarium) an. Läuft man um dieses herum, sind da 2 Piere die beide für 400Yen eine Überfahrt, inskusive Hafenrundfahrt und Rückfahrt anbieten. Ich habe mich für den Karato Pier 2 entschieden, das aber eher weil er näher war. Was im nachhinein gut war , den die gelbe Fähre dort ist ein Katamaran und unheimlich schnell für eine Fähre.
IMAG0117Sie fährt eine deutlich größere Strecke als das andere Boot, aber ist trotzdem schneller von A nach B unterwegs. Außerdem springt sie manchmal ein Bischen über eine Welle, was irgendwie Spass macht.

So nun aber ein Paar Bilder zur Insel.

IMAG0101Hier ist ein Plan der Insel, und sehr gut zu sehen das nur ein Teil dieser der Öffentlichkeit zugänglich ist. Auf dem Rest werden scheinbar irgendwelche Metallschrotteile gelagert.

IMAG0103ein kleiner Schrein am Anfang der Insel.

IMAG0108 Die Stelle an der der Kampf stattgefunden hat wurde mit diesem Steindenkmal markiert.

IMAG0109Ein Mann mit einem Kasten mit Zeigebildern. Für 100Yen bekommt man eine Japanische Süssigkeit die ein wenig wie Zuckersirup am Stil schmeckt und er erzählt die Geschichte vom Kampf. Dies scheinbar sehr lustig, aber mein japanisch reichte gerade mal um der Geschichte grob zu folgen, die vielen Witze konnte ich nicht verstehen.

IMAG0111Das Denkmal auf dem Kopf der Insel, Intressant ist das eine ganze Menge Äste vor der Statue herumliegen. Scheint wohl ein muss zu sein sich mit einem ,,Holzschwert´´ neben den beiden fotografieren zu lassen.

IMAG0112Ein Bott in dem Stil wie es damals zum übersetzen benutzt wurde.

IMAG0114Noch ein kleiner Schrein.

IMAG0113wenn ich es richtig verstanden habe werden auf der Insel auch wieder japanische Bäume hochgezüchtet um ihren Stellenwert as japanischer Kulturschatz noch zu erhöhen.

IMAG0104Einige davon blühen sogar schon, was zeigt das im unteren Teil Japans schon der Frühling einzug hält. Außerdem sieht man unheimlich viele vögel auf der Insel.

IMAG0116Was die Tafel hier zu bedeuten hat weis ich leider nicht, aber es geht wohl um Ryoma, was dieser allerdings mit der Insel zu tun hat konnte ich nicht herausfinden.

Alles in allem ein sehr schöner kleiner Ausflug der sich mehr als gelohnt hat.

Lg
Micha

Tag 03: Shimonoseki

So bin gerade im Buisness Hotel VIP Nangoku, endlich mal ein normales Hotelzimmer. für 3600 Yen Fernseher, Internet und eigenes Bad, 3 Busstadtionen von der Shimonoseki Station entfernt.
Buisness Hotel VIP Nangoku
Ich bin heute Mittag mit dem Shinkansen ,,Hikari´´ von Tokyo nach Shin Osaka gefahren, danach mit dem Shinkansen ,,Sakura´´ weiter nach Kokura. Da dieser nicht Shin Shimonoseki anfährt musste ich mit dem ,,Kodama´´ noch schnell 10 Minuten zurück fahren.
Als erstes viel mir hier auf das es deutlich weniger englische Schilder gibt und auch die Leute nichtmehr so gut und routiniert englisch können. Aber kein Problem, das machen sie mit hilfsbereitschaft weg. Die Bahndame in Shin Shimonoseki hat mich fast schon an die Hand genommen und zum richtigen Gleis (Nummer6) nach Shimonoseki gebracht.
Der Bummelzug von Shin Shimonoseki nach Shimonoseki brauch rund 15-20 Minuten und die 2. Haltestelle ist die richtige. Dort hab ich wieder eine Bahnfrau nach dem Hotel gefragt und die konnte garkein englsich, aber auch das war kein Problem, sie ist mit mir zur Busstation gelaufen und hat mich dort dem Schalterbeamten vorgestellt. Dieser hat mir wiederum erklärt wie so ein Linienbus Funktioniert und mir einen Zettel auf japanisch geschrieben den ich leuten zeigen kann um das Hotel zu finden.
Danach hat er mich zum richtigen Bus (Nummer 2) gebracht. Ich muss an dieser Stelle echt nochmal die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen hier loben.
Er hat sogar dem Busfahrer gesagt das er aufpassen soll das ich Irieguti (Schreibweise bin ich mir nicht sicher, ausgesprochen hat er es Iriguchi) aussteigen soll.
Von da kann man das Schild vom Hotel schon sehen, einfach nach einem VIP mit 2 Kanji dahinter Ausschau halten.

Morgen schau ich mir hier ein paar Sehenswürdigkeiten an, und plane dann abends weiter nach Beppu zu fahren.

Lg
Micha

Tag 02: Dubai nach Narita

Der Flug war deutlich kürzer vom Gefühl, auch wenn er faktisch 3 stunden länger war. Lag wahrscheinlich daran das ich immerwieder mal geschlafen habe.

Zum Essen gab es erst Udon, Rindfleisch auf Reis und Brötchen, später dann Spanisches Omlett, croissant und Brot.
Filme hab ich mir Ralph reichts, Expandables 2 und Dreed angeschaut.

In Narita angekommen war der Service vom Flughafenpolizei und Servicepersonal klasse, egal was ich gefragt hab, es kam ne sinnige Antwort und da sagt nochmal einer der Japaner sei nen Muffel wens um englsich geht (so gut ist mein japanisch nicht das ich Zollfragen auf japanisch klären kann :P )

Ein paar Sachen für Leute die das erste mal nach Japan fliegen, Geld abheben kann man an den Citibank automaten wenn man Maestro Visa oder ähnliches hat. Die Automaten schauen aus wie fotoautomaten, haben nähmlich kabinen und sind an beiden Terminals auf Ebene 1F (erdgeschoss) jeweils neben einem Aufzug.

Das JR Ticket kann man auch im Flughafen schon aktivieren lassen, dann kann man auch gleich den NEX (Narita Express) nehmen der die schnellste und beste Lösung ist um nach Tokyo rein zu kommen. Hat man kein JR Ticket empfiehlt sich die Keisei Bahn (Bummelzug).
In Tokio hatte ich dan das Problem das so ziemlich alles an Hotels ausgebucht war weswegen ich nun ein recht teures Zimmer im Hotel Ryumeikan Tokyo bezogen habe.
Zimmer im Hotel Ryumeikan Tokyo

Morgen geht es weiter nach Shimonoseki, mal sehen ob ich dann langsam mal ein japanfeeling bekomme, den momentan hab ich noch keines.

Lg
Micha

Tag 01: München nach Dubai

So Flug war Klasse, soviel Service in der Economy hat man seltenst.
Zu essen gab es Hähnchen mit reis und Gemüse, dazu noch nen Salat, Nachtisch, Knabberkram und ein Brötchen.
Alle 10-15 Minuten fragt einer ob man was zu trinken oder naschen will.
Hab mich dann ein wenig hiermit beschäftigt:
Rotwein 01
Filmauswahl gab es auch gute, hab erst eine halbe Staffel Big Bang Theory dann erst Meriva und abschließend Snowwithe and the Huntsman geschaut.
In Dubai war recht wenig Zeit, da der erste Flug recht gut Verspätung hatte. Aber für manche Dinge muss Zeit sein und da ich ein paar von euch ja schon von den Toiletten in Dubai erzählt hatte, hier noch das Bild dazu.
Klo in Dubai
In Dubai war dann das Internet weg, weswegen ich diesen Beitrag erst abschicke wenn ich in Japan gelandet bin.
LG
Micha

Tag 01: Mein treuer Flugkoi

a380-800
Ganz schön groß das teil, boarding dauert bei fast 400 Passagiere auch echt lange.
LG
Micha

Start

So, gerade ging es los, bin in Neustadt an der Aisch in den Regionalexpress nach Nürnberg eingestiegen. Find Es schon mal diskriminierend dass das Bayernticket erst ab 9:00 Uhr gilt und ich mir deswegen noch ein ticket nach Nbg kaufen musste.
Immer werden die armen Leute gemobbt die auf dem Land wohnen.
LG
Micha

Marschgepäck

Marschgepäck
Morgen früh um 7:30Uhr geht es los, Marschgepäck ist fertig gepackt und liegt zum Abmarsch bereit.
LG
Micha

Auftakt

Als kleiner Auftakt für meine Präsenz im Web werde ich hier ein wenig über meine Japanreise vom 21.02.2013 bis zum 21.03.2013 berichten.
LG
Micha