04/3/13

Tag 16: Iga Ninja Museum – viel Kitsch, aber trotzdem einen Besuch wert

Zuerst will ich kurz etwas zu den Ninja Museen in Japan sagen. Man liest in Foren oder Chat´s häufig das man dies oder jenes in Museen gesehen hätte, aber oft wird nicht gesagt welches Museum es war. Deswegen hier erstmal eine kleine Auflistung der mir bekannten Ninja Museen und jeweils eine kleine Beschreibung.

1. Das Iga Ninja House
117-13-1 Ueno Marunouchi,
Iga-shi, Mie-ken
Durch seine international reisende und recht bekannte Showtruppe am bekanntesten. Viele der Exponate stehen in dem Ruf historische orginale zu sein und wurden von Fujita Seiko zusammengetragen.

2. Togakure Ninja Shiryokan
381-4101 Togakushi-mura,
Kimiminochi-gun Nagano-ken
Kurz unterhalb des Gipfels von Togakushiyama ca. 5 Minuten Fussmarsch vom bekannten Togakushi Hōkōsha Schreins. Ausgestattet mit vielen Bildern und Exponaten die von Masaaki Hatsumi zusammengetragen wurden. Neben dem Museeum gibt es noch einen Kletter und Hindernisparkour.

3. Kōka no Sato Ninjutsumura
520-3405 Präfektur Shiga,
Koka-cho, Oki 394
Nicht nur ein Museum sondern ein ganzes Dorf, mit besichtigbaren Geheimgängen und ähnlichem.

Wir waren in Iga Ueno und das Museeum ist wie gesagt rechts neben der Burg im selben Park. Es besteht aus dem ,,Ninjahaus´´ einem Haus das mit allerlei geheimverstecken und extras versehen ist, zwei relativ großen Ausstellungshallen und der Iganinja Show.
Bis auf die Show ist alles im Preis von 400Yen inbegriffen, die Show selber kostet nocheinmal 300Yen extra.

Vor dem Eingang findet man mehrere Minischreine, die es in Iga an jeder Ecke zu geben scheint.
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Auch der Haiseiden ein bekannter Pavillion der dem Haiku Meister Matsuo Bashō gewitmet ist ist direkt im Vorgarten des Museums. Bashô stammte aus Iga und ihm wurden mehrere Gedenkstätten in Iga gewidmet.
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Von außen schaut das Haus wie vile traditonelle Häuser in Japan aus. Wäre nicht das Kassenhäuschen und die Schilder die auf das ,,Iga Ninja House´´ verweisen, würde man denken es wäre ein ganz normales Wohnhaus mit Garten.
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Nachdem man eine Karte gekauft hat beginnt das Museum mit einer kurzen 10-15 Minütigen Führung durch das Haus. Leider konnte ich dort wegen den lichtverhältnissen keine ordentlichen Bilder machen deswegen hier nur ein kurzer Abriss davon.
Man wird in einen Vorraum geführt in dem man die Straßenschuhe ablegt. Anschließend geht es in den großen Wohnraum. Dort wird kurz was zur Geschichte der iga Ninja erzählt und anschließend geht der Intressante Teil los.
Als erstes wurde eine Wand gezeigt die sich durch druck in eine Drehtür verwandelt. Mit ein bischen Übung kann man quasi durch die Wand rennen und verschwinden.
Man durfte das selber ausprobieren und es ist eigentlich ganz simpel. Man rennt durch die Drehtüre bleibt dahinter Stehen und fängt die Drehtüre auf so das sie wieder bündig mit der Wand abschließt.
von innen kann man sie auch so verkeilen das die Wand nurnoch eine Wand ist.

Als nächstes wurde ein Wandschrank gezeigt in dem ein Regal war.
Schlägt man von unten gegen das Regal klappt dieses herunter und wird zu einer Treppe die gleichzeitig die Luke zu einem kleinen Dachspeicher öffnet.
Von diesem aus kann man durch Textile Wände den Wohnraum beobachten. Das Prinzip ist einfach.
Ist der Wohnraum beleuchtet kann man aus diesen nicht in den Speicher blicken aber andersherum schon.

Weiter ging es mit einer weieren drehtüre die in einen ausgehhölten Eckpfosten des Hauses führt. Von außen wirkt er nicht gerade groß und als köne man sich drinen kaum bewegen, aber durch die geschickte architektur haben zwei Männer in ihm Platz und können durch geschickt getarnte Sehschlitze die Terasse die zum garten hin führt beobachten.

Anschließend gab es noch eine Schibetür in der eine Falltür versteckt war durch die man unter das Haus kommt. Ist die schiebetür geschlossen ist die Falltüre veriegelt, aber ist sie geöfnet kann sie mit einem Handgriff geöffnet werden.

Als letztes gab es noch ein Waffenversteck das unter einer losen Diele angebracht war. Intressant war hierbei das die Diele sich nicht von den anderen unterschied und auch nicht locker zu sein schien. Drückt man aber das eine, der Wand nähere Ende klappt die ganze Diele wie eine Wippe hoch und offenbart das Versteck.

Anschließend geht es in den Keller in dem die Ninja Ausstellungshalle ist.
Die meisten Dinge dort unten sind Exponate die von Fujita Seiko zusammengetragen worden sind. Dieser nannte sich zu Lebzeiten selbst den letzten Koka Ninja (warum seine Sachen in Iga und nicht Koka sind weis ich nicht).
Lustig ist das alle Dinge entweder Shinobi oder Ninja im Namen tragen. Auch so normale Dinge Wie ein transportabler Kerzenständer werden hier zum Ninjakerzenständer.
Eigentlich unnötig, dabei ist die Ausstellung an sich sehr intressant. Umfasst viele Waffen und Werkzeuge, Kleidungen und leichte Rüstungen
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Besonders erwhnen möchte ich das folgende Schwert:
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Es stellt eines von zwei Schwertern da die als historische Ninjaschwerter bezeichnet werden. Oft wird es als Ninjatô bezeichnet, im Museum stand Shinobi Gatana auf dem Schild (die Bedeutung ist quasi die selbe).
Nun die Waffe ist aber ansich nur ein Ôwakizashi oder Chisagatana. Es hat keine besondern Extras, es hat keine gerade Klinge (ok die Sori ist fast nicht existent, aber auch eine leichte Sori ist eine Sori) und auch von der Montierung her gibt es nichts was großartig besonders wäre. Es ist schlicht und einfach ein relativ kurzes Katana mit sehr einfacher Montierung.

Nach dem Ausstellungsraum gelangt man wieder ins freie und steht nun vor der Ninja History Hall. Diese beschäftigt sich mehr mit dem Klische Ninja, will dies ändern, aber ersetzt nur das eine Klische mit einem anderen. Sehenswert ist es trotzdem, aber eben nicht historisch akurat oder frei von Mythen und Legenden.
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IMAG0656 Hier sieht man ein sehr schönes Modell eines Ninjadorfes. Allerdings, wie schon im Bericht vorher erwähnt waren solche ,,wehrhaften´´ Dörfer für auf dem land lebende Krieger nichts aussergewöhnliches. Also auch wieder nichts Ninjaspezifisches.

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Nach dieser Halle haben wir erstmal im Suppenlokal direkt neben dem Museum gegessen, da die Ninjashow erst später lsogehen sollte. Das Lokal schaut von außen recht wenig einladend aus, aber das Essen und die Bedienung ist top. Es gibt Udon und Soba, mit verschiedenen Beilagen entweder heiß oder kalt zubereitet. Und das ganze in großen portionen für kleines Geld.
Ich hatte Soba mit Rindfleisch und Ei und das war eine der besten Nudelsuppen die ich je gegessen habe.

Die Ninjashow kostet wie gesagt extra, was aber nicht schlimm ist, da sie ihr geld schon wert ist. Das gezeigte Programm wird laufend gewechselt, so das man immer was neues sieht, egal wie oft man die Show besucht.
Wir wurden am Eingang gefragt ob wir Englisch verstehen und ab da wurde die ganze vorführung auf Japanisch und Englisch geführt. Gezeigt wurden Akrobatik einlagen, der Umgang mit Nunchaku und Kama sowie alle möglichen Formen von Shuriken, von Boshuriken (Wurfpfeile) über Shaken (Wurfsterne) hin zu ganzen kama die geworfen wurde.
Abschließend wurde noch etwas mit dem Blasroh demonstriert und man konnte selber Wurfsterne werfen und Preise gewinnen.
Leider war Filmen wärend der vorführung verboten, deswegen hier nur ein paar Bilder der Bühne.
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Das gezeigte war ganz klar auf Show ausgelegt und hat nichts oder nur wenig mit Kampfkunst zu tun, aber es war trotzdem sehr intressant.

Anschließend gingen wir zurück zum Hotel, wo wir unser Gepäck abhohlten und machten uns auf nach Kusatsu einer kleinen Stadt am Biwa See. Diese liegt nur 20 Minuten von Kyoto entfernt und die Hotels sind dort um einiges günstiger als in Kyoto. Eigentlich wäre die Region selber schon einen Besuch wert gewessen, aber diesmal sind wir nur da gewessen um unsere Homebase für die große Kyoto Tempel Tour zu errichten.

Gewohnt haben wir im Urban Hotel Kusatsu.
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Das Zimmer war recht geräumig und sauber.
Ich weis das sag ich jedes mal, aber entweder ich hab unheimliches Glück mit den Hotels gehabt, oder es ist in Japan einfach normal das Hotelzimmer in Buisnesshotels immer geräumig, sauber und erschwinglich sind.

Lg
Micha

04/1/13

Tag 16: Iga Ueno und die weiße Phönix Burg

Iga Ueno ist an sich eine recht typische japanische Kleinstadt. Es gibt nur zwei sachen die sie besonders machen und das ist zum einen die geografische Lage in einem Talkessel hoch in den Bergen und zum anderen die allgegenwertige Präsenz von Ninjakitsch.

Iga ist neben Koka eine von den bekanntesten Ninjahochburgen des alten Japans. Zumindest wird es so meist in Filmen und Romanen dargestellt. Und nahezu der gesamte Tourismus baut auf diesen Klisches auf.
So gibt es eigentlich in jedem Geschäft auch Wurfsterne (aus Gummi oder Metal) sowie anderen Ninja kram zu kaufen. Selbst die Gullideckel (die in Japan meist ein reginales Motiv haben) sind mit verschiedenen Ninja motiven versehen.
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In den Filmen und Romanen wird immer gezeigt das Ninja in sektenähnlichen Kommunen zusammenleben, offen sich als Landwirte, Forstwirte und Viehzüchter verdingen und verdeckt ihre Kinder zu Attentätern ausbilden. Das ganze ohne Lehnstreue oder sonstiges weil die Dörfer ja so unbekannt und gut versteckt sein und durch die geografische Lage schwer zu erschliesen sind.

Nunja aber wie war es wirklich?
Ersteinmal muss man sagen, ja Iga ist schwer zu erreichen, es liegt in mitten dicht bewalteter Berge und selbst mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unserer Zeit dauert es eine Weile in den Talkessel zu gelangen. Aber das trifft auch auf viele andere Städte auf der Welt zu die trotzdem Schauplätze von eroberungen und Schlachten wurden.
Und das Gebiet um Iga Ueno ist mit knapp 560km² auch nicht klein oder einfach zu verstecken.
Der Talkessel ist einfach riesig und würde jedem der in den Bergen wandert auffallen. Und zu uter letzt wohnen heute knapp 100.000 menschen in Iga Ueno.

Was aber stimmt. In den früheren Zeiten gab es in Iga Kriegerkasten die den gōshi 郷士, den Landsamurai nicht unähnlich waren. Sprich es waren sehr wohl Krieger, die aber eben auch einem Erwerb in der Land oder Forstwirtschaft oder der Viehzucht nach kamen. Auch waren die Dörfer damals tatsächlich mit allerhand versteckten Gängen usw ausgestattet. Aber auch das war in ganz Japan in ländlichen Gebieten nicht aussergewöhnlich.
Schon allein als Schutz vor Banditen bietet es sich an Waffen versteckt aber griffbereit aufzubewahren und sich flucht und verbindungswege offen zu halten.

Der Mythos mit den Ninja aus Iga kommt warscheinlich daher das die Krieger aus Iga in dem Ruf standen nicht nur Söldner zu sein, sondern auch unkonventionele Aufgaben wie Spionage oder Attentate anzunehmen. Allerdings findet sich in keinem alten Text dazu die Worte Ninja oder Shinobi wieder.
Diesbezüglich habe ich mich eine Weile mit einem in Iga wohnenden Volkskundlerunterhalten der seit fast 30 jahren den Mythos Ninja untersucht. Laut ihm tauchen diese Wort erst in der späten Edo Periode in Romanen auf, voher findet man nur Ninjutsu (wörtlich die kunst verborgen zu bleiben) was trotz des selben Wortstammes wie Ninja nicht in einen direkten Bezug gesetzt werden darf.

Seit ende des 16. Jahrhunderst steht in Iga auch eine Burg die ein markanter Sitz der Regierung sein sollte. Die Hakuhô Jô (weiße Phönix Burg) galt lange als die höchste Burg Japans, verlor aber mit dem ,,Frieden´´ der Edo Periode an bedeutung, wurde wenig in Stand gehalten und so stürzte der Hauptturm schon 1612 durch starke Winde ein.
1935 wurde sie wieder neu errichtet und steht seit dem gut gepflegt vom ganzen Talkessel aus sichtbar im herzen des selbigen.
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Die Burg steht wiederum in einer größeren Festung die einen schönen großen Park beinhaltet in dem auch das Ninjamuseum zu finden ist (komme ich später drauf)
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In den Park kann man einfach so rein, aber die besichtigung der Burg kostet aber 500Yen. in dieser ist auch ein kleines aber reichhaltiges Museum zu finden. Dort werden allerlei Waffen, Kleidungsstücke, Rüstungen, Sänten aber auch Kunstgegenstände und Bruchstücke des Orginal Turms ausgestellt.
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Anschließend ging es weiter zum Iga Ninja Museum, für das ich aber einen extra Beitrag verfasse.

Lg
Micha

04/1/13

Warum es nicht weiter ging…

Viele haben mich angeschrieben oder persönlich gefragt warum das Reisetagebuch einfach bei Tag 15 endet. Nun das ist recht einfach, ich bin nichtmehr zum schreiben gekommen. Wir haben so dermassen viel unternommen das ich quasi nurnoch zum duschen und schlafen auf dem Hotelzimmer waren.
Alleine hat man immer ein bischen Zeit, aber so kommt dann einer auf die Idee etwas zu machen und die anderen werden mehr oder weniger mitgerissen.

Ich hatte zwar später wieder etwas Zeit, aber war dan schon 5 Tage hintendrein. Aber keine Sorge ich hab mir zu allem Notizen gemacht, und ich werde das Tagebuch diese Woche weiterführen.

Lg
Micha

03/8/13

Tag 15: Zenkoji und auf nach Iga

Nach einer Nacht mit sehr gutem Schlaf im Ryokan besuchten wir noch den Zenkoji Tempe in Nagano. Dies ist einer der ältesten und bekanntesten buddhistischen Tempel in Japan.
Vom Ryokan aus ist er nicht einmal 5 Minuten Fussweg durch eine Einkaufspassage entfernt.
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Anschließend liefen wir zurück zum Bahnhof und kamen noch an diesem kleinen Denkmal vorbei, das daran erinnert das Nagano der Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1998 war.
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Dann ging es weiter nach Iga. Hier muss schonmal gesagt werden das man aufpassen muss wohin man will. Die Iga Station liegt irgendwo auf Kyûshû, das Ninaja Iga allerdings zwischen Kyôto und Nagoya. Die richtige Station die man suchen muss heist Iga Ueno.
Dorhin fährt man von Nagano aus mit einem Limited Express, dem Shinano nach Nagoya und steigt dann in die Bummelbahn nach Kameyama um. Von dort nimmt man eine weitere, noch ältere, Bummelbahn nach Iga Ueno.
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Von der Station aus kann man mit einer kleinen S Bahn bis ins Zentrum der Kleinstadt Iga fahren. Da ich diese aber übersehen habe sind wir die 3 Kilometer mit Marschgepäck gelaufen.

Den letzten Kilometer nahmen wir dann doch noch die S Bahn, da wir quasi über sie gestolpert sind. von da aus liefen wir schon wieder an einem Schrein vorbei, dem Ueno Tenjingu Schrein. Dieser hat irgendwas mit der Viehzucht in der Region zu tun. Die Rinderzucht hat in der Region große Tradition und so ist nach dem Weltbekannten Kobe Rindfleisch auch das Iga Rindfleisch sehr gefragt.
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Anschließend liefen wir die Staße entlang zum Ueno City Hotel, das der Greenhotel Kette angehört. Dabei merkt man stark das Iga Ueno eine sehr kleine Stadt ist.
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Das Hotel war sehr gut, das Zimmer war geräumig und sauber, und das Personal absolut zuvorkommend.
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Abends gönnten wir uns noch im hauseigenen Restaurant ein Shabushabu (japanisches Brühe Fondue) mit Iga Beef.

Lg
Micha

03/8/13

Tag 14: Chuokan Shimizuya Ryokan (中央館 清水屋旅館) – Das geilste Hotel der Welt

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Als wir wieder unten im Tal an der Nagano Station waren hohlten wir dort unser Gepäck aus den Coinlocker und fragten nach welcher Bus zu dem Ryokan fährt. Diesen nnahmen wird dann und waren nur 5-6 Minuten später an der genannten Haltestelle.
Noch wärend wir uns nach dem Aussteigen orientierten, rannte schon eine ältere Frau mit einem Zettel auf uns zu und schrie dabei ,,excuse me, Michael May? reservation vor Ryokan?´´.
Bis jetzt wissen wir nicht ob die Frau den ganzen Nachmittag auf uns gewartet hat oder ob sie von dem Personal am Busbahnhof angerufen wurde.
Aufjedenfall ist das Chuokan Shimizuya Ryokan absolut empfehlenswert. Es ist mit 12.600 Yen pro Nacht für 3 Personen erstens spot günstig für ein Ryokan, zum anderen ist es absolut traumhaft eingerichtet und strotzt nur so vor Ausstattung.
So hat man nicht nur ein sehr großes, voll klimatisiertes und geräumiges Zimmer, sondern kann den Haus eigenen Onsen nutzen.
Ebenso ist Gratis Internet (meist LAN) in Japanischen Hotels fast schon Standart, aber ein unverschlüsseltes Wifi mit dem man auch noch im Supermarkt um die Ecke Internet hat ist schon etwas besonderes.

Das Hotel verfügt auch noch über einen Speisesaal in dem man traditionelle japanische Kost bekommt und einen Massagesaloon. Beides haben wir aber nicht in Anspruch genommen.

Einzige Minuspunkte sind das man kein Bad auf dem Zimmer hat und man um 23 Uhr nachtruhe zu halten hat. Das sind aber auch normale Sitten in einem Ryokan und deswegen eigentlich keine echten Minuspunkte, es sollte nur vorher erwähnt werden.

Das Hotel wird von einem älteren Ehepaar betrieben, die relativ gut Englisch können und eine unheimliche Freundlichkeit (sogar für Japaner) an den Tag legen.

Hier noch die Kontaktdaten des Hotels und ein paar Bilder.
Adresse:
Daimon 49
Nagano, 380-0841
Japan
大門町49 (長野市, 380-0841 )
Telefon:
+81262322580
E-Mail-Adresse:
Shimizuya.ryokan@gmail.com

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Lg
Micha

03/8/13

Tag 14: Togakushi – eine Wanderung im Schnee

Warum Togakushi?
Nunja zum einen kommt die Togakure Ryû aus diesem Bergdorf in der nähe von Nagano, und deswegen hat auch unser Sôke Masaaki Hatsumi dort sein Museum das Budô und vorallem Ninja Sachen ausstellt.
Will man von Tokyo aus dahin fährt man ca. eine Stunde mit dem Shinkansen Asama von Tokyo nach Nagano, und fährt dann noch einmal eine gute Stunde mit dem Bus den Berg hoch.IMAG0470

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Zum anderen gibt es da 3 Schreine die man sich mal anschauen sollte. Da wäre zum einen der Hōkōsha (宝光社, niederer Schrein) und der Chūsha (中社, mittlerer Schrein) die beide noch sehr einfach zu erreichen sind. IMAG0483

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An diesen hatten unten ein paar Künstler den Schnee gestalltet.IMAG0481
Der Schnee liegt da oben auch echt hoch, durchschnittlich 1-2 Meter, an manchen Stellen sogar bis zu 3 Meter. Deswegen hat eigentlich jeder Haushalt seine eigene Schneefräse.IMAG0487

Der 3. Schrein ist der Okusha (奥社, oberer Schrein) und der ist sehr abseits gelegen.IMAG0495 Man muss vom Chûsha aus ca. 1-2 km laufen zur Zufahrt (Bus fährt auch einmal die Stunde) und von da an geht es ca.3 Km durch einen Allee die aus ca. 900 Jahre alten Zedern besteht. Nach rund 2 Km kommt man zu einem Zuishinmon (Wächtertor) und von da aus geht es noch ca. 1-2 km den Berg hoch zum eigentlichen Schrein. Dieser war aber fast gänzlich eingescheit, Michi hat aber Bilder gemacht die ich bei Gelegenheit noch nachreichen werde.IMAG0496

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Anschließend sind wir wieder zurück zur Busahltestelle gelaufen, bzw. haben uns ab ca. der hälfte von einem sehr freundlichen Waldarbeiter mitnehmen lassen. Den die Busse stellen abends den Fahrbetrieb ein, und dann sitzt man gegebenenfalls am Berg fest wenn man den letzten verpasst hat.

Eigentlich wollten wir auch noch in das besagte Ninja Museum, aber dies hat wärend der Ski Session geschlossen, da ein großer Teil des Museeums außen ist und aus einem Kletterpark besteht. Also sollte man sich zwischen Winterwunderland und Ninjamuseeum entscheiden wenn man eine Reise dorthin plant.

So fuhren wir also wieder mit dem Bus ins Tal, wo wir uns in einem Ryôkan (traditionelles japanisches Hotel) eingemietet haben. Dazu aber später mehr.

Lg
Micha

03/6/13

Tag 13: Tôkyô Ayase Budôkan und *trommelwirbel* neuer Shidôshi im Dôjô

Wir sind mit über 1,5 Stunden viel zu früh am Budôkan angekommen, was aber nicht schlimm war, da wir uns dieses dan erstmal ausgiebig ansehen konnten und uns in aller ruhe umziehen und aufwärmen konnten.
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Das Budôkan ist absolut Klasse, es hat 2 kleine und ein großes Dojo, sowie eine Bogenbahn für die nahe und eine für weite Distanz. Dort konnten wir auch einen Kyudôka der einen Shômen Stil betrieb beim Training zusehen.

Das Hatsumi training war ziemlisch schnell und hektisch, hatte aber sehr Spass gemacht. Anschließend hat Duncan Steward noch gefragt ob jemand den Sakki Test zum Godan machen möchte. Darauf meldeten sich 2 Leute und einer davon war unser Michi.
Der erste bestand leider nicht, aber Michi rollte beim 2. Versuch, knapp aber souverän, weg und somit haben wir einen neuen Shidôshi in der Wakagi Familie :)
Herzlichen Glückwunsch nocheinmal an Michi.

Lg
Micha

03/6/13

Tag 13: Micha, Michi, Micha, Ulrike Michael und Dino auf Tour durch Kudanshita

Wir sind morgens recht zeitig los und nach dem wir uns kurz verfahren haben, waren wir ca. 9:50 an der Kudanshita Metro Station wo wir uns mit Micha getroffen haben.
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IMAG0464Dieser zeigte uns dann erst den Yasukuni Schrein und das daran angrenzende Museum Yūshūkan.
Über dieses möchte ich nicht zuviele Worte verlieren, daher zitiere ich Ausnahmsweise mal Wikipedia:

Das Museum Yūshūkan wurde 1882 eröffnet und 2002 erweitert.[23] In diesem wird die japanische Geschichte verklärt und ein Ideal des Samurai als loyalem Diener nach der Philosophie des Bushidō gefeiert, das mit einem neutralen Geschichtsbild nichts zu tun hat. So wird Oda Nobunaga als kaisertreuer Reichseiniger dargestellt – Letzteres kann man ihm anrechnen, Ersteres war er weniger. Auch der Zweite Weltkrieg wird im Sinne der konservativen Revisionisten verklärt: der Große Ostasiatische Krieg wird nicht als Invasions-, Aggressions- oder Angriffskrieg bezeichnet, sondern als heiliger Krieg dargestellt, der das Ziel hatte, Asien vom westlichen Kolonialismus zu „befreien“. Auch das Massaker von Nanking wird im Museum verharmlost, was in der Formulierung gipfelt, dass „durch die Einnahme der Stadt der Frieden nach Nanking zurückkam.“ Die Aussage ist in makabrer Weise einer Tageszeitung vom Dezember 1937 entnommen, die in der Ausstellung gezeigt wird. Das Leiden der japanischen Gefangenen (gerade in russischen Lagern) wird dargestellt, nicht aber das Leiden unterdrückter Koreaner und Chinesen.

Im Museum werden auch Waffen, die von den „Heiligen des Schreins mit Liebe und Sorgfalt gepflegt und benutzt werden“, zur Schau gestellt. Die Sammlung reicht von alten Katana und Rüstungen bis hin zu Ausrüstungsgegenständen und Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg, wie einem Kampfflugzeug (Mitsubishi A6M), einer für Selbstmordeinsätze vorgesehenen bemannten Gleitbombe (Yokosuka MXY-7) und Artilleriegeschützen.

Im Museum wird das Selbstopfer für Kaiser und Vaterland als sakrales Opfer dargestellt. Der Tenor des Museums, wie überhaupt der gesamten Schreinanlage, kommt auf einer anlässlich des 40. Jahrestages des Angriffs auf Pearl Harbor enthüllten Bronzetafel zum Ausdruck: „Fast sechstausend Männer starben bei Selbstmordangriffen, deren tragischer Heldenmut kein Beispiel kennt und der die Herzen unserer Feinde vor Angst erstarren ließ. Die ganze Nation hat angesichts ihrer unerschütterlichen Treue und ihrer Selbstaufopferung Tränen der Dankbarkeit vergossen.“

Für westliche Touristen bietet das Museum die Erklärungstexte auch in englischer Sprache. Diese Erklärungen beschönigen den Inhalt in keiner Weise, sondern sind teilweise noch provozierender verfasst als die japanischen Originaltexte.

Anschließend waren wir im Budôshop Sakuraya, der relativ klein ist, aber eine sehr große und gute Auswahl an Budô Waffen und Ausrüstung führt.
Weiter ging es durch die Büchermeile, wo quasi jeder von uns das ein oder andere Schnäpchen entdeckt hatte.

Zum Lunch waren wir dann in einem Günstigen Tempuraya und danach miste Micha schon wieder weiter nach Kawasaki in sein Training.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWir sind dann weiter nach Asakusa wo wir uns den Tempel nocheinmal bei Tageslicht angesehen haben und kräftig shopen waren. Der Skytree war auch nocheinmal sehr gut zu sehen:IMAG0466

Anschließend sind wir weiter Nach Ayase, wo Hatsumi Training gehalten hat.

LG
Micha

03/6/13

Tag 12: Bujinden – das Bujinkan Honbu Dôjô in Nodashi

IMAG0461Von Kashiwa aus in 22-25 Minuten mit der Tobu Noda Line erreichbar. Wichtig für alle die einen JR Pass haben, Das ist eine Linie an der dieser nicht gültig ist. Besorgt euch dafür entweder eine Pasmo oder Suica, welches beides codierte Karten sind auf die man Geld läd um Bahnfahrten kostengünstig, Bargeldlos und vorallem einfach zu bezahlen.

Das Bujinden ist eigentlich nicht zu verfehlen, da es direkt neben den Gleisen am Bahnhof ist.

Erstes Training war bei Someya, der einiges an Basisbewegungen und Prinzipien mit dem Tsurugi (Ken) gezeigt hat.

Absschließend noch ein Bild von uns vieren im Honbu Dôjô.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

LG
Micha

03/4/13

Tag 12: Auf zum Tennô – Ausflug in die Mitte Tokyos

Der nächste kleine Ausflug ging in das Herz von Tokyo und da zum Kaiserpalast (Kôkyo). Dieser wurde duch erstaunlich wenig Wachpersonal geschützt, bedenkt man doch das da wirklich der Tennô (japanische Kaiser) drin leb und es somit ähnlich dem Weißen Haus in Washington D.C. ein sehr wichtiges Regierungsgebäude ist.
Der Öffentlichkeit ist nur der östliche Garten zugänglich, diesen haben wir uns dan auch angeschaut.

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IMAG0453Danach ging es wieder zur Tokyo Station und zurück nach Kashiwa, schließlich wollten wir um 18.00 Uhr zu unserem ersten Training im Honbu Dôjô.
Aber davon berichte ich dann später.

Lg
Micha